Klagenfurt verwandelt sich 2026 erneut in eine vibrierende Festivalstadt mit einem außergewöhnlich dichten Aufgebot an musikalischen, literarischen und darstellenden Highlights. Die sechste Ausgabe des Klagenfurt Festivals ist ein bewusst offenes Versprechen: Sehen, hören, staunen – und dabei eintauchen in künstlerische Welten, die weit über das Land hinausstrahlen.
Einen emotionalen Auftakt setzt die Kärntner Kultband Naked Lunch, die ihr erstes Album nach zwölf Jahren Pause präsentiert. „Lights (and a Slight Taste of Death)“ knüpft an das an, was die Band seit jeher auszeichnet: existenzielle Tiefe, musikalische Hingabe und eine berührende Mischung aus Melancholie und Aufbruch. Mit neuen Songs wie der sehnsuchtsvollen Hymne To All and Everyone I Love und Klassikern aus drei Jahrzehnten wird das Konzert zu einem kraftvollen Festival-Start, der gleichermaßen Nostalgie wie Neugier weckt.
Mit Fuzzman & The Singin’ Rebels folgt ein weiterer Fixstern der heimischen Musikszene. Seit zwanzig Jahren bewegt sich Herwig Zamernik zwischen Punk und Schlager, politischem Witz und entwaffnender Leichtigkeit. In Klagenfurt präsentiert er ein exklusives Best-of voller Eigensinn und Überraschungen – ein Auftritt, der das Festivalgefühl zwischen Erneuerung und Wiedererkennung perfekt einfängt.

Rebekka Bakken © Andreas Ausland
Zarte Introspektion trifft auf nordische Kraft, wenn Rebekka Bakken mit ihrem neuen Album Nord im Burghof gastiert. Ihre Musik, getragen von Jazz, Folklore und einer Stimme von beeindruckender emotionaler Reichweite, kreist um Herkunft, Erinnerung und die Kunst des Wiederfindens. Ein Abend, der tief unter die Haut geht. Für weitere Glanzpunkte sorgt Schauspiel-Star Lars Eidinger, der in der Welturaufführung seines Programms My Way musikalische Melancholie neu verhandelt – begleitet von Hansjörg Brandenburg am Flügel und mit Songs von Sinatra bis Bowie. Im zweiten Teil des Abends jedoch gehört die Bühne seiner legendären Anti-Disco: einer wilden, klugen, ekstatischen Nacht, in der Eidinger als DJ alle Grenzen zwischen Kunst und Club einreißt.

Lars Eidinger © Roman Goebel
Ein kontrastreiches Panorama entsteht durch die Auftritte von Ernst Molden & Christopher Seiler mit dem Wiener Frauenorchester, den Hip-Hop-Erneuerern Kreiml & Samurai sowie der Electro-Pop-Band MiA. Ein besonderer Moment: der erste Kärnten-Auftritt der Electronic-Weltstars Kruder & Dorfmeister, die ihren ikonischen „DJ-Kicks“-Sound mit spektakulären Visuals verbinden.
Auch das Theater hat beim Klagenfurt Festival großes Gewicht. Manuel Rubey, Christoph Grissemann und Robert Stachel präsentieren Yasmina Rezas Kunst als komödiantische Tour de Force – pointiert, scharf und mit feiner Melancholie. Ebenso persönlich wie intensiv zeigt sich Philipp Hochmair, der seine Autobiografie als energiegeladene Performance-Lesung interpretiert: ein poetischer Ritt durch Literatur, Leben und Rollenbilder.
Im Konzerthaus folgen literarisch-musikalische Höhepunkte: Schuberts Schöne Müllerin mit Franui und Florian Boesch, ein berührender Bachmann–Frisch-Abend mit Caroline Peters und Roland Koch sowie Karl Kraus’ Letzte Tage der Menschheit in der eindrucksvollen Interpretation von Nicholas Ofczarek, Georg Nigl und Markus Hinterhäuser.
Als krönender Abschluss: Opernsuperstar Asmik Grigorian mit dem Programm A Diva is Born. Eine sensationelle Zusage – und ein Auftritt, der Klagenfurt zur großen Musikstadt macht.
22. Mai bis 7. Juni 2026
www.klagenfurtfestival.com

Asmik Grigorian © Timofei Kolesnikov






