Wenn sich im September 2026 die Türen von Schloss Esterházy öffnen und der Haydnsaal in jenes goldene Licht getaucht wird, das seit Jahrhunderten große Musik begleitet, beginnt erneut der besondere Zauber von HERBSTGOLD. Vom 13. bis 26. September 2026 lädt das Festival zu einem Panorama musikalischer Weltklasse ein – getragen von internationalen Orchestern, gefeierten Solistinnen, phantastischen Solisten und einer Atmosphäre, die historische Aura mit zeitgenössischem Geist verbindet. Seit der Übernahme der Intendanz durch Julian Rachlin im Jahr 2021 hat sich HERBSTGOLD weiter geöffnet für künstlerische Vielfalt und internationale Zusammenarbeit. Klassik, Jazz und Roma-Musik treten in einen spannenden Dialog, der die historischen Räume des Schlosses ebenso belebt wie den Schlossplatz und den weitläufigen Schlosspark. Fahneninstallationen, Kunst im Außenraum und begleitende Ausstellungen machen das gesamte Schlossquartier zu einem kulturellen Erlebnisraum, der weit über die Konzerte hinaus wirkt.

Im Mittelpunkt des Musikfestivals HERBSTGOLD 2026 steht die Begegnung von Intimität und Weltbühne: Große Symphonik trifft auf kammermusikalische Feinheit, musikalische Traditionen verschmelzen mit mutigen Perspektiven, und stets spürt man die Nähe zu jenem Klanguniversum, das Joseph Haydn hier einst prägte. „Ich war von der Welt abgesondert … und so musste ich original werden“, schrieb Haydn über seine Eisenstädter Jahre – ein Satz, der wie ein Motto über dem Festival 2026 steht.
Gleich das Eröffnungskonzert (13. September) erblüht im Glanz der Klassik: Pablo Ferrández, Riccardo Minasi und das Chamber Orchestra of Europe spannen einen Bogen von Haydns humorvoller Sinfonik bis zur strahlenden „Jupiter“-Sinfonie Mozarts. Tags darauf (17. September) verbinden die Bamberger Symphoniker und Julian Rachlin Schumanns leidenschaftliche Romantik mit dem warmen, historisch gewachsenen Klangkörper der „Bayerischen Staatsphilharmonie“.

Pablo Ferrández © IGOR STUDIO

Pablo Ferrández © IGOR STUDIO

Am 18. September verwandelt Gabriela Montero den Haydnsaal in ein Experimentierfeld der Freiheit: Themen aus dem Publikum werden zu improvisierten Klanglandschaften, getragen von südamerikanischen Rhythmen und politischer Wachheit. Tief bewegt geht es weiter: Mozarts Requiem (19. September) erklingt mit dem Wiener Singverein und dem Chamber Orchestra of Europe – ein Abend, der die existenziellen Fragen der Musik in eindringlicher Klarheit hörbar macht.

Motus Quartett, Foto: Motus Quartett

Motus Quartett, Foto: Motus Quartett

Das Motus-Quartett (20. September) stellt im Empiresaal drei revolutionäre Quartett-Meilensteine gegenüber – Haydn, Beethoven und Bartók. Am 22. September lädt HERBSTGOLD zu einer warmherzigen filmischen Pause ein: One Chance – Einmal im Leben, die Geschichte von Paul Potts, dessen Träume, Zweifel und Erfolge sich in die Herzen des Publikums schreiben. Rolando Villazón trifft am 23. September auf das Janoska Ensemble – ein Abend voller spielerischer Virtuosität und leidenschaftlicher Neuinterpretationen, Oper trifft Tango, Mozart trifft Janoska-Style. Am 24. September öffnet sich ein poetischer Raum: Ian Bostridge, Julius Drake und Victoria Trautmansdorff widmen sich Friedrich Rückert – seinem Sprachfeuer, seiner verzweifelten Trauer, seiner weltumspannenden Neugier. Zum Finale (25. & 26. September) zieht das Festival alle Register: Kammermusik in Starbesetzung mit Werken von Brahms und Tschaikowski, gefolgt vom furiosen Abschluss des Jerusalem Symphony Orchestra unter Julian Rachlin – mit Tschaikowskis b-Moll-Konzert und der „Pathétique“, einem Orkan aus Emotion und Energie.
HERBSTGOLD 2026 ist ein Festival, das nicht nur Musik präsentiert, sondern ein Gefühl – das Gefühl, dass Kunst uns verbindet, erhebt und herausfordert. Schloss Esterházy wird so erneut zu jenem Ort, an dem Welt und Innerlichkeit einander begegnen.
www.herbstgold.at

Julian Rachlin © Ashley Klassen

Julian Rachlin © Ashley Klassen