The Art of Surfacing in der Halle für Kunst Steiermark beleuchtet das vielschichtige Werk der österreichischen Künstlerin Eva Ursprung als poetische, kritische und sinnlich aufgeladene Reflexion über Wasser, Wandel und die tief verborgenen Strukturen unserer Welt.

Die Ausstellung versammelt Arbeiten einer Künstlerin, die seit Jahrzehnten medienübergreifend arbeitet und in Musik, Video, Performance und Installation stets neue Perspektiven öffnet. Im Zentrum steht das Element Wasser – nicht nur als physischer Stoff, sondern als kraftvolle Metapher für Wandel, Verbindung, Trennung und Transformation. Wasser fließt, formt Landschaften, trägt Leben und birgt zugleich zerstörerische Kräfte. In Ursprungs Werk wird es zur Bildfläche für ökologische, gesellschaftliche und geopolitische Prozesse, die oft unter der Oberfläche des Sichtbaren liegen.

Der Titel The Art of Surfacing verweist auf eben jenes Spannungsfeld zwischen Oberfläche und dem, was darunter verborgen ist: zwischen Bewusstsein und Unbewusstem, zwischen alltäglicher Wahrnehmung und den tieferen Kräften, die unsere Zeit prägen. Ursprung bringt verdrängte Wahrheiten ans Licht und macht sie sichtbar – sei es als Allegorie im Wasserbild, als Sinnbild ökologischer Bedrohungen oder als Spur gesellschaftlicher Verstrickungen.

Eva Ursprung, Indigo Haven, 2023 Video, Ton, 5:11 Min. © HALLE FÜR KUNST Steiermark

Eva Ursprung, Indigo Haven, 2023 Video, Ton, 5:11 Min. © HALLE FÜR KUNST Steiermark

Die Präsentation öffnet einen weiten Blick: Von narrativen Videoarbeiten über kinetische Installationen bis zu kollaborativen Projektformen spürt sie den Fluiditäten und Brüchen unserer Zeit nach und lädt ein, die Komplexität von Transformationen, Identitäten und globalen Verflechtungen sinnlich zu erfahren.

In ihrem vielgestaltigen Ansatz verknüpft die Ausstellung ästhetische Sinnlichkeit mit politischer Reflexion, und schafft so einen Raum, in dem Kunst als Medium des Erkennens und des gemeinsamen Nachdenkens über ökologische, soziale und kulturelle Herausforderungen fungiert.
7. Februar bis 19. April 2026

halle-fuer-kunst.at