Im Wiener Burgtheater begegnet das Publikum einer urkomischen, zugleich tiefgründigen Menschheitsrevue: Wir sind noch einmal davongekommen von Thornton Wilder verbindet fantastische Szenen und apokalyptische Katastrophen zu einer Parabel über das Überleben, die Krise und den unerschütterlichen Glauben an humanistische Werte.
Eigentlich möchte die Familie Antrobus friedlich in ihrem Vorort in New Jersey leben, doch dreimal hintereinander wird sie mit Weltuntergangsszenarien wie Eiszeit, Sintflut und Krieg konfrontiert. Trotz dieser ungeheuren Katastrophen erweist sich die Familie erstaunlich krisenfest und findet immer wieder Wege, aus dem Chaos in ein neues Leben zu treten. In dieser Menschheitsrevue werden Raum und Zeit scheinbar aufgehoben: Im Vorgarten grasen ein Dinosaurier und ein Mammut, während Homer und Moses um Asyl ersuchen und große Philosophen in einem nächtlichen Reigen als Himmelskörper erscheinen.
Kurz vor dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg schrieb Thornton Wilder dieses urkomische und zugleich abgründige Stück, das sich schnell zu einem Welthit entwickelte. Hinter der oft grotesken Situationskomik steht die Einsicht, dass das Böse wohl immer auch ein Teil menschlicher Existenz ist, während zugleich der Glaube an die humanistischen Werte und den unbedingten Lebenswillen im Zentrum steht.
Premiere 20. März 2026






