Ein Abend zwischen klassischer Eleganz und sinfonischer Naturgewalt: Die Wiener Symphoniker unter Petr Popelka verbinden Mozarts funkelndes Doppelkonzert mit Richard Strauss’ monumentaler Alpensymphonie. Mit Lucas und Arthur Jussen am Klavier spannt sich im Großen Saal ein weiter musikalischer Bogen von kammermusikalischer Nähe bis zu überwältigender orchestraler Weite.
Im Großen Saal entfaltet sich ein Konzert, das zwei sehr unterschiedliche Klangwelten in einen spannungsvollen Dialog bringt. Am Pult der Wiener Symphoniker steht Petr Popelka, der mit sicherem Gespür für dramaturgische Kontraste ein Programm gestaltet, das klassische Transparenz und spätromantische Opulenz unmittelbar gegenüberstellt.
Den Auftakt bildet Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert für zwei Klaviere und Orchester in Es-Dur KV 365. Das Werk lebt vom lebendigen Austausch der beiden Soloinstrumente, von spielerischer Leichtigkeit und eleganter Balance zwischen Virtuosität und formaler Klarheit. Lucas und Arthur Jussen gestalten diesen musikalischen Dialog mit feinem Gespür für Klangfarben und rhythmische Präzision und lassen Mozarts Musik als funkelndes Gespräch auf Augenhöhe erscheinen.
Mit Richard Strauss’ Eine Alpensymphonie öffnet sich anschließend ein völlig anderer Erfahrungsraum. Die groß angelegte sinfonische Dichtung zeichnet keinen idyllischen Naturblick, sondern eine intensive musikalische Reise durch Licht und Dunkel, Stille und Ekstase, Aufstieg und Erschöpfung. Strauss entfaltet dabei einen enormen Orchesterapparat, der Naturgewalten ebenso hörbar macht wie Momente kontemplativer Ruhe.
So wird dieser Abend zu einer eindrucksvollen Gegenüberstellung zweier musikalischer Welten: hier die klassisch geformte Eleganz Mozarts, dort die klangliche Grenzerfahrung der Spätromantik. Ein Konzert, das zeigt, wie vielfältig Orchesterklang sein kann – von intimer Zwiesprache bis zur sinfonischen Erhebung.
1. März 2026






