Mit La Clemenza di Tito zeigt die Wiener Staatsoper Mozarts späte Opera seria als faszinierende Mischung aus politischem Drama und menschlicher Versöhnung. In dieser Koproduktion entfaltet sich ein Werk voller Intrigen, leidenschaftlicher Konflikte und der außerordentlichen Kraft der Milde.

Wolfgang Amadeus Mozarts La Clemenza di Tito gehört zu den letzten großen dramatischen Opern des Komponisten und verbindet klassische Formstrenge mit tiefem emotionalem Ausdruck. Das Werk entfaltet sich im alten Rom, wo der Kaiser Tito mit den Verstrickungen von Macht, Loyalität, Liebe und Verrat konfrontiert wird. Die ehrgeizige Vitellia möchte den Thron an sich reißen und stachelt den jungen Sesto zu einem Anschlag gegen Tito an, der jedoch scheitert. In der dramatischen Folge stehen Verrat, Schuld und die Frage nach Vergebung im Zentrum, während Tito zwischen Amtspflicht und persönlicher Größe ringt.

Mozart schrieb diese Oper 1791 für das krönende Fest anlässlich der Krönung Leopolds II. und demonstrierte damit seine Meisterschaft im Umgang mit der italienischen Opera-seria-Tradition. Seine Musik verknüpft kunstvolle Arien mit bewegenden Ensembles und lässt charakterliche Tiefe, moralische Fragen und menschliche Beziehungen in reicher Klangsprache lebendig werden.

An der Wiener Staatsoper interpretiert ein herausragendes Ensemble diese Oper mit großer sängerischer Präsenz unter der musikalischen Leitung von Pablo Heras-Casado und in einer Inszenierung von Jan Lauwers, die den klassischen Stoff in ein lebendiges, vielschichtiges Bühnenbild übersetzt. Die Produktion macht Mozarts Blick auf Macht, Loyalität und Milde in eindringlicher Weise erfahrbar und lädt das Publikum dazu ein, sich auf ein menschliches wie politisches Drama einzulassen, das bis heute berührt.
Premiere 9. März 
weitere Aufführungen: 12., 16.,, 21., 24. und 27. März 2026

www.wiener-staatsoper.at