Wenn Musik zur Stimme des Widerstands wird: Die Musiktage Mondsee, 1989 von András Schiff gegründet, laden Ende August 2026 wieder zu einer Woche voller Kammermusik auf höchstem Niveau ins malerische Salzkammergut ein. Das Festival verbindet klassische Meisterwerke mit zeitgenössischen Kompositionen, wagt mutige Themen und gibt auch jungen Künstlerinnen und Künstlern im Rahmen der Surprise die Bühne, um sich einem fachkundigen Publikum zu stellen. Ergänzend bringen die Schlosskonzerte léger humorvolle und leichte Momente zwischen Jazz, Kabarett und Unterhaltung in die historische Schlosskulisse.

2026 steht der Blick auf zwei Giganten der russischen Musikgeschichte: Dimitri Schostakowitsch und Sergej Prokofiev. Beide komponierten unter Stalins Willkürherrschaft – öffentliche Demütigungen, Zensur und drohende Repressalien waren ständige Begleiter. Doch sie hielten unbeirrbar an ihrer musikalischen Sprache fest. Ihre Werke erzählen von Mut, Widerstand und der unbändigen Kraft der Kreativität. Ergänzt wird das Programm durch Komponisten, die das Exil wählten, wie Stravinsky und Rachmaninow, und durch ein facettenreiches Repertoire von Bach bis Britten.
Die Musik wird lebendig durch internationale Künstlerinnen und Künstler wie Esther Hoppe, Christian Poltéra, Marc Destrubé, Juho Pohjonen, Joseph Lorenz und das Javus Quartett. Jede Note entfaltet dabei nicht nur die Schönheit der Kammermusik, sondern auch die Dramatik, die diese Werke in ihrem historischen Kontext tragen. Die Besucherinnen und Besucher tauchen ein in eine Welt, in der Töne zu Geschichten, Harmonien zu Protesten und Rhythmus zu emotionaler Kraft werden.
Die Musiktage Mondsee 2026 versprechen eine Woche voller Klang, Emotion und Geschichte – ein Festival, das berührt. Hier verschmelzen virtuos gespielte Musik und menschliche Dramen zu einem unvergesslichen Erlebnis.
28. August bis 5. September 2026
www.musiktage-mondsee.at

Javus Quartett © Javus Quartett

Javus Quartett © Javus Quartett