Mit einem ebenso poetischen wie programmatischen Auftakt startet die Friedensburg Schlaining in die neue Saison: Ein neuer Burgladen als Ort des Ankommens und der temporäre Pop-up-Garten „Hortus Pacis“ verwandeln die historische Anlage in ein sinnliches Erlebnis zwischen Geschichte, Natur und Gegenwart.
Bereits beim Betreten wird deutlich, dass hier mehr entsteht als ein klassisches Ausflugsziel. Der neu eröffnete Burgladen fungiert als zentraler Treffpunkt, als Informationsdrehscheibe und als Einladung, sich auf die besondere Atmosphäre der Burg einzulassen. Er markiert den Beginn eines Rundgangs, der nicht nur durch Mauern, sondern durch Ideen führt.
Im Innenhof entfaltet sich mit „Hortus Pacis“ eine blühende Wunderkammer, die dem 500. Geburtstag des Botanikers Carolus Clusius gewidmet ist. Gestaltet von Uschi Zezelitsch, greift der Garten die Formensprache der Renaissance auf: geometrische Beete, feine Knotenstrukturen und ein ruhiges Wasserspiel verbinden sich zu einer harmonischen Komposition. Doch „Hortus Pacis“ ist mehr als ein historisches Zitat – er ist ein lebendiges Symbol für Frieden und kulturelle Erinnerung.

Pop-up-Garten „Hortus Pacis“ © KBB Burgenland
Besonders eindrucksvoll ist die Pflanzenwahl: Tulpen, Kaiserkronen, Zistrosen, Flieder und Taglilien verweisen auf jene botanischen Schätze, die durch Clusius in Europa verbreitet wurden. Dazwischen setzen weiße und blaue Friedensblumen sowie seltene Tulpensorten leuchtende Akzente. Es entsteht ein vielschichtiges Bild, das Natur, Wissenschaft und Geschichte miteinander verwebt.
Liebevolle Details wie bepflanzte Buckelkörbe erinnern an die reisenden Händler vergangener Jahrhunderte und schlagen eine Brücke zwischen botanischer Entdeckungslust und kulturellem Austausch. Auch die spielerische „Tulpenmania“ lädt dazu ein, selbst kreativ zu werden – fernab historischer Spekulationsblasen, dafür ganz nah an der Freude am Gestalten.
Den Abschluss bildet die „Blumissage“, bei der Pflanzen und Objekte des Gartens in neue Hände übergehen und die Idee des Gartens weitergetragen wird.
So wird „Hortus Pacis“ zu weit mehr als einer temporären Installation: Er ist ein poetischer Raum, in dem sich Vergangenheit und Gegenwart begegnen – und in dem die Vision eines friedlichen Miteinanders aufblüht.
17. April bis 8. Mai 2026
www.friedensburg.at

Pop-up-Garten „Hortus Pacis“ © KBB Burgenland






