Mit Heinrich von Kleists „Prinz Friedrich von Homburg“ eröffnet das Düsseldorfer Schauspielhaus im September 2026 seine neue Intendanz. Regisseur Ulrich Rasche widmet sich einem Klassiker, in dem der Konflikt zwischen persönlicher Freiheit, militärischem Gehorsam und staatlicher Ordnung mit großer Konsequenz aufeinanderprallt.

Der Prinz von Homburg ist erschöpft von Krieg und militärischen Niederlagen. In einem traumartigen Zustand sehnt er sich nach Ruhm und nach der Liebe der Prinzessin Natalie. Am nächsten Morgen scheint die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit noch immer nicht vollständig hergestellt.

In der entscheidenden Schlacht missachtet der Prinz einen Befehl und greift zu früh an. Sein eigenmächtiges Handeln führt zwar zum Sieg, dennoch hat er gegen die militärische Ordnung verstoßen. Der Kurfürst lässt ihn deshalb verhaften und zum Tode verurteilen.
Kleist entwickelt daraus einen radikalen Konflikt: Was wiegt schwerer – der tatsächliche Erfolg einer Handlung oder die Einhaltung jener Regeln, auf denen eine Gemeinschaft beruht? Der Prinz muss sich mit einem Urteil auseinandersetzen, dessen Logik er letztlich selbst anerkennen soll.

Ulrich Rasche, bekannt für bildmächtige, hochmusikalische Inszenierungen und eine präzise Arbeit mit Sprache und Rhythmus, übernimmt in Düsseldorf sowohl Regie als auch Bühne. Andrea Belfi komponiert die Musik und Electronics, die Kostüme gestaltet Angelos Mentis.

André Kaczmarczyk spielt den Prinzen Friedrich Arthur von Homburg, Patrycia Ziolkowska den Kurfürsten von Brandenburg und Lucia Kotikova Prinzessin Natalie. Mit Kleists Schauspiel über die menschlichen Kosten von Gehorsam und innerer Aufrüstung setzt das Düsseldorfer Schauspielhaus damit einen markanten Auftakt seiner neuen Spielzeit.
Premiere 18. September 
weitere derzeit veröffentlichte Aufführungen: 25. September sowie 4., 17. und 18. Oktober 2026

www.dhaus.de