Mit Bedřich Smetanas „Die verkaufte Braut“ bringt die Oper Köln im Februar 2027 einen der großen Klassiker der tschechischen Oper auf die Bühne. Zwischen ausgelassenem Dorffest, arrangierter Ehe und einem ungewöhnlichen Geschäft entwickelt sich eine turbulente Komödie über Liebe, Geld und den Versuch, selbst über das eigene Leben zu bestimmen.

Es ist Kirchweih in Böhmen. Während das Dorf feiert, hat Marie wenig Grund zur Freude: Aufgrund einer alten Vereinbarung ihres Vaters soll sie einen Mann heiraten, den sie nicht liebt. Der Heiratsvermittler Kezal hat bereits einen scheinbar lukrativen Handel eingefädelt und möchte Marie mit dem wohlhabenden Wenzel zusammenbringen.

Marie liebt jedoch längst Hans und weigert sich, die arrangierte Ehe zu akzeptieren. Umso größer ist der Schock, als ausgerechnet Hans einem Geschäft zustimmt: Für 300 Gulden erklärt er sich bereit, auf Marie zu verzichten. Für alle Beteiligten scheint festzustehen, dass er seine Braut tatsächlich verkauft hat.
Doch hinter dem vermeintlichen Verrat steckt ein cleverer Plan. Hans nutzt die Bedingungen des Vertrages für seine eigenen Zwecke und versucht damit, Kezals Geschäft zu durchkreuzen. Eine Zirkustruppe und ein Bärenkostüm sorgen zusätzlich dafür, dass das ohnehin turbulente Geschehen endgültig aus den Fugen gerät.

Smetanas 1866 uraufgeführte Oper entwickelte sich zu einem Schlüsselwerk der tschechischen Musik. Volkstümliche Tänze und mitreißende Ensembles verbinden sich mit einer Komödie, hinter der die Frage steht, ob Liebe und persönliche Freiheit gegen wirtschaftliche und familiäre Interessen bestehen können.

Die Kölner Produktion entsteht als Koproduktion mit dem Teatro Real Madrid, La Monnaie Brüssel und der Opéra National de Lyon. Laurent Pelly übernimmt Inszenierung und Kostüme, Caroline Ginet gestaltet die Bühne. Unter der musikalischen Leitung von Tomáš Netopil sind unter anderem Selene Zanetti als Marie, Maximilian Schmitt als Hans, Dmitry Ivanchey als Wenzel und Tijl Faveyts als Kezal zu erleben.
Premiere 28. Februar 
weitere Aufführungen: 5., 7., 13., 20. und 28. März sowie 16., 18. und 25. April 2027

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