Wenn die Tage am kürzesten sind, die Nächte lang und geheimnisvoll werden und die Wintersonnenwende die Rückkehr des Lichts ankündigt, entfaltet die Adventzeit ihren ganz besonderen Zauber. Am geschichtsträchtigen Fort Kniepass, nahe der Grenze zu Deutschland, verbindet sich diese besondere Zeit des Jahres mit jahrhundertealter Geschichte, regionaler Handwerkskunst und tief verwurzeltem Brauchtum. Vom 18. bis 20. Dezember lädt der Adventmarkt dazu ein, die Vorweihnachtszeit in einer außergewöhnlichen Kulisse zu erleben – stimmungsvoll, traditionsbewusst und voller kleiner Entdeckungen.

Die Geschichte dieses besonderen Ortes reicht weit zurück. Bereits im 14. Jahrhundert spielte der einstige Grenzposten Chniepoz eine bedeutende Rolle in einer bewegten Zeit, die von Naturkatastrophen, Epidemien, Kriegen und politischen Umbrüchen geprägt war. Nach Jahren des Verfalls wurde den historischen Mauern als Fort Kniepass neues Leben eingehaucht. Heute verbindet die Festung ihr reiches kulturelles Erbe mit modernen Erlebnisangeboten: Eine spannende Ausstellung, ein Themenweg rund um das Thema „Grenzen“, die längste und höchste Röhrenrutsche Westösterreichs sowie eine Freiluftarena machen das Fort zu einem Ausflugsziel, das Geschichte und Gegenwart auf besondere Weise vereint.
In der Adventzeit steht jedoch das besinnliche Miteinander im Mittelpunkt. Heimische Ausstellerinnen und Aussteller präsentieren liebevoll ausgewählte regionale Produkte und handgefertigte Besonderheiten, während kulinarische Köstlichkeiten zum Gustieren und Genießen einladen. Zwischen den historischen Mauern entsteht eine Atmosphäre, die dazu ermuntert, den Alltag für einige Stunden hinter sich zu lassen, nach besonderen Weihnachtsgeschenken Ausschau zu halten und die Vorfreude auf das Fest in aller Ruhe zu genießen.
Auch für die jüngsten Besucherinnen und Besucher hält der Adventmarkt schöne Erlebnisse bereit. Täglich von 14 bis 17 Uhr lädt eine kreative Bastelstation zum Gestalten und Werkeln ein. Bei stimmungsvollen Fackelwanderungen lässt sich das Fort aus einer ganz besonderen Perspektive entdecken. Wenn das warme Licht der Fackeln die alten Mauern erhellt und die winterliche Dunkelheit langsam hereinbricht, scheint die Geschichte des Ortes für einen Augenblick lebendig zu werden.

Wintersonnenwende aud Fort Kniepass © Salzburger Burgen & Schlösser

Wintersonnenwende aud Fort Kniepass © Salzburger Burgen & Schlösser

Einen besonders eindrucksvollen Schlusspunkt setzt der Adventmarkt am Sonntag, dem 20. Dezember, mit dem traditionellen Rach’n-Gehen, begleitet von den Klängen der Weisenbläser. Dieser uralte Volksbrauch ist eng mit den Rauhnächten verbunden, jener geheimnisvollen Zeit zwischen den Jahren, der seit jeher eine besondere Bedeutung zugeschrieben wird. Beim Räuchern von Haus, Hof und Stallungen werden traditionell Schutz und Segen für die Menschen, die Tiere und das kommende Jahr erbeten. Zugleich steht das Ritual für Reinigung, Neubeginn und die Hoffnung auf eine glückliche Zukunft. Die Verbindung von überliefertem Brauchtum und festlicher Musik verleiht dem Ausklang eine besondere Tiefe und erinnert daran, wie wertvoll es ist, kulturelle Traditionen lebendig zu halten.
Der Adventmarkt zur Wintersonnenwende am Fort Kniepass ist mehr als ein Ort für vorweihnachtliches Einkaufen und kulinarischen Genuss. Er lädt dazu ein, in die Geschichte eines außergewöhnlichen Schauplatzes einzutauchen, alte Bräuche neu zu entdecken und jene besondere Stimmung zu erleben, die entsteht, wenn die Dunkelheit des Winters auf die Wärme von Gemeinschaft und Tradition trifft.
18. bis 20. Dezember 2026
www.fort-kniepass.at