Mit Felix Mendelssohn Bartholdys monumentalem Oratorium „Elias“ präsentieren die Wiener Symphoniker im Januar 2027 eines der bedeutendsten geistlichen Chorwerke der Romantik im Großen Musikvereinssaal. Unter der musikalischen Leitung von Manfred Honeck entfaltet sich eine eindrucksvolle musikalische Erzählung über Glauben, Zweifel, Hoffnung und die Auseinandersetzung des Menschen mit höheren Mächten.
Mendelssohn komponierte „Elias“ nach biblischen Texten aus dem Alten Testament. Im Mittelpunkt steht der Prophet Elias, der sich gegen die Verehrung fremder Götter stellt und sein Volk zur Rückkehr zum Glauben aufruft. Die Handlung führt von einer schweren Dürre über dramatische Auseinandersetzungen bis hin zu Momenten tiefster Verzweiflung und spiritueller Erneuerung. Mendelssohn verbindet dabei die große Tradition der Oratorien Johann Sebastian Bachs und Georg Friedrich Händels mit der emotionalen Ausdruckskraft der Romantik.
Seit seiner Uraufführung 1846 in Birmingham gehört „Elias“ zu den wichtigsten Werken des internationalen Konzertrepertoires. Besonders eindrucksvoll ist die Verbindung aus machtvollen Chorszenen, dramatischen Rezitativen und lyrischen Arien. Die Musik verleiht den biblischen Figuren eine unmittelbare menschliche Dimension und macht ihre inneren Konflikte ebenso erlebbar wie die großen Ereignisse der Erzählung.
Für die Wiener Aufführung übernimmt Manfred Honeck die musikalische Leitung. Als Solisten sind Nikola Hillebrand, Catriona Morison, Benjamin Bruns und Matthias Goerne angekündigt. Gemeinsam mit den Wiener Symphonikern entsteht eine Aufführung, die Mendelssohns groß angelegtes Oratorium in seiner ganzen musikalischen und dramatischen Vielfalt zur Geltung bringt.
9. Januar 2027






