Seit über 900 Jahren prägt Stift Göttweig die kulturelle und geistige Landschaft Niederösterreichs. Das Benediktinerkloster über der Wachau vereint barocke Kunst, spirituelle Tiefe und gelebte Gastfreundschaft – ein Ort zum Innehalten, Staunen und Genießen.
Stift Göttweig – Wo Himmel und Erde einander berühren
Unübersehbar erhebt sich das Benediktinerstift Göttweig auf 429 Metern Seehöhe über dem Donautal der Wachau. Majestätisch thront das Kloster auf seinem Berg – ein Ort, den man nicht zufällig das „österreichische Montecassino“ nennt. Seit Jahrhunderten ist der Göttweiger Berg ein Platz der Kraft, des Gebets und der Begegnung, an dem Spiritualität und Kultur in harmonischem Einklang stehen.
Über dem Eingang des Stiftes prangt das einfache, aber tief bedeutungsvolle Wort „Pax“ – Friede. Es ist der Leitgedanke, der den Geist dieses Hauses durchdringt. Benediktinische Gastfreundschaft heißt hier: Offenheit für alle. Nicht nur für Fromme oder Gelehrte, sondern für jede und jeden, der mit offenen Augen und offenem Herzen diesen besonderen Ort betritt.
900 Jahre Glauben, Arbeit und Kultur
Seit über neun Jahrhunderten leben und wirken Benediktinermönche auf dem Göttweiger Berg. Ihrem Gründer, dem heiligen Benedikt, folgend, ist ihr Leben geprägt von Gebet und Arbeit – „ora et labora“. Heute gehören dem Stift 42 Mönche an, von denen viele in der Seelsorge der Diözesen St. Pölten und Wien tätig sind.
Die prachtvolle Stiftskirche mit ihrer schlichten Krypta bildet das spirituelle Zentrum des Klosters. Ihr Besuch ist mehr als eine kunsthistorische Erfahrung – er ist eine Einladung zur inneren Einkehr.
Im Jahr 2000 wurde Stift Göttweig in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen – ein Zeichen seiner herausragenden kulturellen und historischen Bedeutung für die Wachau und ganz Europa.
Barocke Meisterwerke und lebendige Geschichte
Das Museum im Kaisertrakt entführt Besucher in die Welt barocker Pracht. Die imposante Kaiserstiege, entworfen vom kaiserlichen Hofarchitekten Johann Lucas von Hildebrandt und mit einem monumentalen Deckenfresko von Paul Troger geschmückt, zählt zu den schönsten Treppenhäusern Europas.
In den Fürsten- und Kaiserzimmern entfalten sich Geschichte, Kunst und Kultur in beeindruckender Vielfalt: die bedeutende Stiftsbibliothek, wertvolle Handschriften und Inkunabeln, die Graphische Sammlung, das Musikarchiv mit Autographen und historischen Instrumenten, sowie eine kirchliche Schatzkammer, die den Reichtum klösterlicher Kunst über Jahrhunderte hinweg dokumentiert.
Genuss mit Weitblick – die benediktinische Gastfreundschaft
Die Regel des heiligen Benedikt sah schon vor 1.500 Jahren vor, dass für Gäste stets eine Küche bereitstehen müsse – Ausdruck gelebter Gastfreundschaft, die bis heute im Stift Göttweig spürbar ist.
Im Stiftsrestaurant Göttweig wird diese Tradition kulinarisch fortgeführt: Ob im eleganten Panoramasaal, der lichtdurchfluteten Orangerie oder im gemütlichen Prälatenstüberl – Gäste genießen regionale Spezialitäten mit herrlichem Blick über die Wachau.
Wild aus den eigenen Revieren, Fisch aus dem Waldviertel, Wein vom Göttweiger Berg und süße Verführungen mit Wachauer Marillen zeugen von ehrlicher Qualität und regionaler Verbundenheit.
Kultur erleben – vom Konzert bis zum Advent
Stift Göttweig ist nicht nur Ort des Gebets, sondern auch Bühne für kulturelle Begegnungen. Die beliebten Göttweiger Stiftskonzerte bringen Musik in die ehrwürdigen Mauern, und im Advent verwandelt sich das Kloster in einen Ort der Besinnung und Vorfreude.
So verbindet sich hier das Geistige mit dem Weltlichen, das Vergangene mit dem Heute – in einer Atmosphäre, die inspiriert, berührt und Kraft schenkt.






