Das Tagebuch der Anne Frank gehört zu den eindrucksvollsten Zeugnissen des 20. Jahrhunderts. In einer biographisch-dokumentarischen Theaterproduktion bringt das Brandenburger Theater ihre Geschichte als bewegendes Sprechtheater mit Objekten und Puppen auf die Bühne.
Im Mittelpunkt des Stücks steht das berühmte rot-weiß karierte Tagebuch der Anne Frank – ein persönliches Dokument, das den Holocaust überdauerte und bis heute als Symbol für Erinnerung und Hoffnung gilt. Während die junge Autorin selbst den nationalsozialistischen Terror nicht überlebte, blieben ihre Worte erhalten und wurden zu einem eindringlichen Zeugnis ihrer Zeit.
Die Inszenierung zeichnet das Leben eines Mädchens nach, das zunächst ähnliche Fragen und Sorgen beschäftigt wie viele Jugendliche heute: Familie, Freundschaft, erste Gefühle und die Suche nach der eigenen Identität. Doch Annes Alltag verändert sich dramatisch, als sie und ihre Familie aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung untertauchen müssen. Aus einem normalen Teenagerleben wird plötzlich ein Leben in Angst, Isolation und Unsicherheit.
Das Stück verbindet dokumentarische Elemente mit einer poetischen Bühnenform aus Objekten und Puppen. So entsteht eine eindringliche Zeitreise, die Annes persönliches Schicksal erzählt und zugleich an die vielen Menschen erinnert, die unter Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung leiden mussten.
Die Inszenierung schlägt dabei bewusst eine Brücke in die Gegenwart: Themen wie Ungleichheit, Unterdrückung und gesellschaftliche Ausgrenzung sind auch heute noch aktuell. Annes Geschichte wird so zu einer universellen Erinnerung daran, wie wichtig Menschlichkeit, Toleranz und Verantwortung sind.
11. und 12. Juni 2026


![Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart: [ materialistin ] – Skulptur als Praxis der Solidarität](https://simskultur.eu/wp-content/uploads/2026/06/Agnes_Lammert_Membran_2024_Foto_Tom_Dachs-150x150.jpg)








