Mendelssohns Klavierkonzert Nr. 1 sei so strahlend und „ungeheuer farbenfroh, als ob jeden Augenblick der Frühling um die Ecke käme”, so hat der Star-Pianist Lang Lang einmal dieses Werk beschrieben. Es habe eine so positive Grundeinstellung, „dass einem selbst die traurigen Passagen die Hoffnung lassen”. Man höre, wie der junge Mendelssohn mit Leidenschaft auf das schaue, was kommen werde. Heute gilt dieses eingängige Klavierkonzert mit seinem energiegeladenen Hauptthema, seinen charmanten lyrischen Sequenzen und dem brillanten Schlusssatz als großer Hit in den Konzertsälen.

Unter der Leitung von GMD Jörg-Peter Weigle führen wir es mit der Schweizer Pianistin Mélodie Zhao auf. Bereits mit 13 Jahren spielte sie alle 24 Etüden von Chopin für Claves Records ein. Für das gleiche Label nahm sie mit 19 Jahren alle Klaviersonaten von Beethoven auf. Ihre Konzertkarriere führte die Pianistin und Komponistin unter anderem mit Klangkörpern wie dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Zürcher Kammerorchester, dem China National Orchestra und den Shanghaier Philharmonikern zusammen und in die Tonhalle Zürich, nach Peking, in die Victoria Hall Genf, in das Théâtre du Châtelet Paris und zu den Tiroler Festspielen. Im Februar 2023 gab sie mit dem BSOF und unter der Leitung von Jörg-Peter Weigle ein von Publikum und Presse sehr gelobtes Gastspiel in der Kölner Philharmonie.

Nicht zufällig wird diese Aufführung von Mendelssohns Klavierkonzert mit Werken aus der Feder von Ignaz Moscheles und Niels Wilhelm Gade eingerahmt. Waren sie doch beide eng mit Mendelssohn befreundet und durch ihr Wirken in Leipzig und am Gewandhaus beruflich mit ihm verbunden. Dort wurde auch die deutlich nordisch gefärbte 1. Sinfonie Gades dank Mendelssohn uraufgeführt, der von der Qualität dieser Musik begeistert war.
26. Mai 2024

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