Dunkle Prophezeiungen, unstillbare Machtgier und ein blutiger Weg in den Abgrund: In der neuen Produktion von Macbeth am Theater Basel wird Verdis Oper zur bedrückenden Spiegelung menschlicher Abgründe – kraftvoll, radikal und erschütternd.
In Giuseppe Verdis dramatischer Oper „Macbeth“ trifft der schottische König auf die Warnung dreier Hexen, Ambition erwacht, Mord nimmt seinen Lauf und am Ende bleiben Schuld und Wahnsinn. Unter der musikalischen Leitung von Dirk Kaftan und Danila Grassi entfaltet das Sinfonieorchester Basel in dieser Produktion die ganze Wucht von Verdis Klangvision: rhythmisch schneidende Bläser, peitschende Streicher und eine vokale Dynamik, die keine Ruhe kennt. Regisseur Herbert Fritsch verlegt das Spiel in eine groteske Welt, in der Macht- und Blutverstrickungen ins Bild gesetzt werden – Schauplätze von Herrschaft und Terror erscheinen wie Karikaturen eines Objekts der Begierde, die letzten Hemmungen sind gefallen.
Die Protagonisten (Iain MacNeil als Macbeth, Heather Engebretson als Lady Macbeth) führen durch den Strudel von Ehrgeiz, Liebe und Verzweiflung – ihre Stimmen hallen nach, ihre Taten lassen nicht los. Im Wechsel von laut und leise erfährt man hier die Oper nicht als nostalgisches Vergnügen, sondern als kaltes Psychodrama, das uns noch lange begleitet. Erste Wahl für alle, die Musiktheater als Körper- und Grenzerfahrung verstehen.
Premiere 22. Januar
weitere Aufführungen: 24. und 30. Januar, 1., 7. und 14. Februar, 1., 12., 18., 21., 26. und 28. März 2026
www.theater-basel.ch















