Zweifellos hat das Violinkonzert von Johannes Brahms seinen Platz unter den großen Vertretern des romantischen Repertoires. Da es kein ausgesprochenes Virtuosenkonzert ist, nimmt die Zuhörer bis heute vor allem die besondere Stimmung des Werks ein, das am sommerlichen Wörthersee entstand.  Die glückliche Zeit hat sich in dem Konzert verewigt.
Mit Frank Peter Zimmermann als Solist kehrt einer der größten deutschen Geiger nach Münster zurück, dessen Interpretation zweifelsohne eine besonders intensive sein wird. Der erste Konzertteil widmet sich geistlichen Sphären. Als tiefgläubiger Katholik suchte Olivier Messiaen zeitlebens gleichzeitig Zugang und Verkündigung des Glaubensmysteriums durch seine Musik. Die Hymneist ein wunderbares Beispiel seines musikalischen Farbendenkens.
Mit seiner „Reformations”-Sinfonie lieferte Felix Mendelssohn Bartholdy 1830 vordergründig einen festlichen Beitrag zur 300-Jahrfeier der „Confessio Augustana” – natürlich unter Einbeziehung des Chorals „Ein feste Burg ist unser Gott”. Sie ist aber auch als persönliches Glaubensbekenntnis zu lesen, mit dem der konvertierte Jude seine gesellschaftliche Zugehörigkeit untermauern wollte.

Programm:
Olivier Messiaen: HYMNE
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 5 D-Dur op. 107 „Reformation“
Johannes Brahms: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77
31. Mai 2022
weitere Termine: 1. und 5. Juni 2022

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