Ein musikalisches Carré voller Kontraste: Im Stadttheater Solothurn verbindet das Konzert „Mozart und Gulda“ die klassische Eleganz Mozarts mit der unkonventionellen Freiheit Friedrich Guldas – ein spannender Nachmittagsgenuss.

Im Rahmen des 3. Sinfoniekonzerts von Theater & Orchester Biel Solothurn (TOBS!) erklingt ein Programm, das Klangtradition und moderne Experimentierfreude kraftvoll zusammenführt. Den Auftakt macht die Ouvertüre Nr. 2 von Emilie Mayer, einer früh wegweisenden Mineralerin der Wiener Klassik, deren filigrane Satzkunst hier als feine Einleitung dient. Anschließend erklingt Wolfgang Amadeus Mozart’s „Prager Sinfonie“ (Nr. 38 D-Dur) – ein glanzvoller Ausdruck Wiener Klassik, voller Melodienreichtum und orchestraler Finesse. Den Abschluss bildet das Cellokonzert von Friedrich Gulda (1980/81) in unkonventioneller Besetzung für Violoncello und Blasorchester, das Barock, Jazz und Pop-Elemente miteinander verwebt und die Vielgestaltigkeit moderner Konzertkunst spürbar macht.

Unter der Leitung von Yannis Pouspourikas und mit dem Solocellisten Maksim Barbash erweckt das Sinfonieorchester Biel Solothurn das Programm zu einem erlebnisreichen Ganzen. Wer diesen Sonntag­nachmittag im Stadttheater Solothurn verbringt, betritt gleichzeitig Klanggeschichte und Gegenwart – durch die Eleganz der Klassik, die Brillanz ihrer Meister und den kreativen Sprung ins Heute.
8. Februar 2026

www.tobs.ch