Mechanisches Gedächtnis trifft Kunst: Im Museum Tinguely in Basel tanzen Skulpturen und Maschinen im Rhythmus der Fantasie – ein Erlebnis für Augen und Ohren.
Im Museum Tinguely wird das Werk von Jean Tinguely lebendig – mit der weltweit grössten Sammlung kinetischer Skulpturen dieses Ausnahmekünstlers. Mehr als 200 seiner Werke werden heute präsentiert, viele davon noch in Bewegung, voller Klang, Kraft und Verspieltheit. Das Haus öffnete 1996 seine Türen und ist zugleich ein Geschenk an die Stadt Basel, initiiert von der Roche-Stiftung.
In den Ausstellungsräumen taucht man ein in eine Welt aus Zahnrädern, Kettenreaktionen, Geräuschen und mechanischen Überraschungen. Tinguelys Maschinen wirken wie organische Wesen – sie ächzen, drehen sich, stossen miteinander zusammen und hinterlassen Spuren in Farbe und Form. Doch da ist nicht nur Technik im Spiel: Humor, Gesellschaftskritik und Kunsthistorie verschränken sich zu einem eigenständigen Kosmos. Das Museum zeigt niemals ausgestellte Leichen, sondern lebendige Bewegungen – und fordert die Besuchenden heraus: Schauen, hören, fühlen, staunen.
Damit ist das Museum nicht nur eine Hommage an einen Künstler, sondern ein Raum der Sinnlichkeit und Reflexion – ein Ort, an dem die Grenzen zwischen Objekt und Aktion, Kunst und Maschine verschwimmen.















