Ein Haus, drei Leben, viele Echos: In Matthew Lopez’ Stück Resonanzen lässt das Luzerner Theater seine Figuren auf engem Raum und großer Gefühlsfläche miteinander schwingen – ein Kammerspiel über Nähe, Einsamkeit und die Sehnsucht, gehört zu werden.
Clip-clop, clip-clop. Claire hat Angst, Jonathan könne ihre High Heels hören. Sie wohnt direkt über Jonathan und ist gerade erst eingezogen. Nun sind sie Nachbarn und lernen sich über ihre Lebensgewohnheiten kennen. Hör- und spürbar. Claire ist stylish und abenteuerlustig, Jonathan hat sich von der Welt zurückgezogen. Und dann gibt es noch den jungen Wes, mit dem Jonathan Sex gehabt hat und den er nun nicht mehr los wird.
Auf und zwischen zwei Stockwerken begegnen sich Menschen, deren Leben ganz unterschiedlich „nachhallen“. Alle drei sind große Romantiker auf ihre eigene Weise. Mit grösseren wie kleineren Verletzungen. Die eigenen vier Wände bieten Schutz vor dem, was da draussen Leben heisst. Und genau dort, in ihrem Bedürfnis nach Aufgehoben- und Zugehörigsein, finden und erkennen sie sich jeweils wieder.
Ein Stück voller Widersprüche: charmant wie hart, tröstend wie erschreckend. Der amerikanische Autor Matthew Lopez trifft den Kern eines heutigen Lebensgefühls, beschreibend und analysierend, ohne gleich Rezepte zu liefern. Seine Stücke werden international gespielt und ausgezeichnet. Das Luzerner Theater konnte sich exklusiv die Deutschsprachige Erstaufführung von „Resonanzen“ sichern.
Premiere 17. Januar
weitere Aufführungen: 22., 25. und 28. Januar, 5. und 7. Februar, 15. März, 26. April, 2., 8. und 29. Mai, 12. und 20. Juni 2026















