Ein stiller Raum zwischen Leben und Tod, zwischen Schmerz, Erinnerung und unerwarteter Nähe: David Böschs „Wiedersehen. Ein Stück Hoffnung“ erzählt von zwei Menschen, die im Angesicht einer existenziellen Krise neu lernen müssen, miteinander zu sprechen – und von einem Kind, das in einer Zwischenwelt sein eigenes Abenteuer erlebt. Ein kraftvolles, zartes und tief berührendes Stück über das, was uns hält.
Ein Krankenhaus, eine Intensivstation, ein Ausnahmezustand: Ein lange getrenntes Paar bangt um das Leben seines neunjährigen Sohnes Jonah, der nach einem schweren Unfall im Tiefschlaf liegt. Die Frage, ob er sterben wird, ist allgegenwärtig. Doch ebenso bedrängend ist jene, wie man in einer solchen Situation miteinander reden kann: über Gefühle, über Schuld, über das, was noch bleibt. Zwischen Annäherung und Abrechnung, zwischen Härte und Zärtlichkeit entspinnt sich ein Dialog, der immer wieder an alltäglichen Kleinigkeiten – Twix- und Bounty-Riegeln aus dem Automaten – vorbeistreift und doch in der Tiefe nach Halt sucht.
Währenddessen erlebt Jonah weit oberhalb der Apparate, die ihn am Leben halten, seine eigenen phantastischen Abenteuer. Begleitet von Hannah, einem weiteren Kind der Intensivstation, bewegt er sich durch eine Zwischenwelt, in der Werden und Vergehen, Hoffnung und Abschied eng miteinander verschränkt sind. Behutsam entsteht so ein Geflecht aus Trost und Trauer, aus Loslassen und Festhalten, aus ersten Küssen, alten Songs und den unscheinbaren Wundern des Lebens. Es sind die banalen, die wesentlichen, die schmerzenden, die fröhlichen Momente – jene Konstanten, die uns durch Krisen tragen.
David Bösch, als Regisseur für seine tiefen, empathischen Arbeiten bekannt, legt mit „Wiedersehen. Ein Stück Hoffnung“ sein erstes Theaterstück vor. Mit feinem Gespür für emotionale Nuancen lässt er die Figuren in all ihrer Verletzlichkeit und Ambivalenz erstrahlen – und erzählt eine Geschichte, die uns daran erinnert, wie zerbrechlich und zugleich wie hoffnungsvoll menschliches Leben sein kann.
Premiere 9. April
weitere Aufführungen: 11., 18., 21., 23. und 29. April, 8., 13. und 22. Mai 2026






