Mit Puccinis Turandot präsentiert das Landestheater Linz eines der großen Mythenwerke der Opernliteratur: ein Märchen von Macht, Grausamkeit und der Sehnsucht nach menschlicher Nähe, getragen von einem Orchesterapparat voller Farben und gewaltiger Klangbilder. Unter der musikalischen Leitung von Enrico Calesso entfaltet sich die Geschichte der rätselhaften Prinzessin Turandot als faszinierendes Spiel zwischen kalter Unerreichbarkeit und dem Mut eines Mannes, der sich der tödlichen Prüfung stellt.
Eine Prinzessin, die sich allen Männern verweigert. Und so gibt sie die Weisung aus, dass sie sich nur dem Freier hingeben wird, der drei von ihr gestellte Rätsel zu lösen vermag. Gelingt ihm dies nicht, wird er geköpft. Bislang scheiterten alle Bewerber um ihre Gunst. Doch nun wagt Prinz Calaf, geblendet von der Schönheit der Prinzessin, die Prüfung. Wird er die Rätsel lösen und das harte Herz der Prinzessin schmelzen können?
In seiner letzten Oper entführt Klangmagier Giacomo Puccini sein Publikum in ein exotisch-irreales China. Dabei zieht er hier die Summe seines Schaffens, wenn er glühendes Melos, eine virtuose Orchesterbehandlung und gewaltige Chöre aufbietet, um die menschlichen Gefühle hinter der schillernd-märchenhaften Fassade zur Entfaltung zu bringen. Allerdings verstarb er, bevor er die Schlussszene mit Turandots Wandlung von der kalten Prinzessin zur liebenden Frau zur Gänze vollenden konnte. 2002 stellte der renommierte zeitgenössische Komponist Luciano Berio seine auf der Grundlage von Puccinis Skizzen geschaffene Version des Finales vor, die auch in Linz erklingen wird.
Premiere 17. Januar
weitere Aufführungen: 22. Januar, 7., 12., 19. und 27. Februar, 6. und 19. März, 8., 15. und 22. Mai, 13. und 24. Juni, 6. Juli 2026






