Witz, Gier und das raffinierte Spiel menschlicher Schwächen: Mit Volpone oder Der Fuchs bringt das Volkstheater Rostock eine der schärfsten Gesellschaftskomödien der Renaissance auf die Bühne – ein Stück voller Verstellung, listiger Verwicklungen und pointierter Beobachtungen über Macht, Begierde und Betrug.

In der satirischen Komödie von Ben Jonson, die ihre literarische Vorlage im London des frühen 17. Jahrhunderts hat, verfolgt der reiche Volpone mit koketter Berechnung das eine Ziel: seinen eigenen Reichtum zu mehren. Unter falschem Vorwand inszeniert er Krankheit und Gebrechen, um sich von Freigebigkeit blinder Erben reichlich beschenken zu lassen. Was als raffiniertes Täuschungsspiel beginnt, nimmt bald groteske Züge an: Intrigen, Verkleidungen und verbale Listigkeiten überbieten sich, bis sich die Masken fallen und die Komödie ihre scharfe Moral offenbart.

Die Inszenierung am Volkstheater Rostock nutzt diesen klassischen Stoff, um zeitlose Haltungen des Menschen sichtbar zu machen: Habgier, Überheblichkeit, aber auch die Naivität derer, die sich verlockenden Versprechen hingeben. In der Verbindung von komödiantischer Präzision, sprachlicher Finesse und szenischer Spielfreude entsteht ein Abend, der sowohl unterhält als auch zum Nachdenken anregt. Volpone oder Der Fuchs ist ein Spiegel der menschlichen Eitelkeiten, der seine Figuren nicht nur dem Spotlicht, sondern auch dem Fragesteller der eigenen Motive aussetzt – eine Komödie, die im Spiel zwischen List und Einsicht immer wieder neue Facetten des Menschlichen freilegt.
Premiere 7. Februar
weitere Aufführungen: 28. Februar, 8., 20., 22. und 28. März, 25. April 2026

www.volkstheater-rostock.de