Ein surreales Zaubermärchen zwischen Folklore, Kabarett und düsterer Poesie: The Black Rider ist ein abgründiges Musiktheaterstück, das an der Schwelle zwischen Traum, Angst und Fantastischer Wirklichkeit spielt und die Bühne des Volkstheater Rostock in einen Ort voller Klang, Symbolik und unheimlicher Schönheit verwandelt.
In The Black Rider – Die geheimnisvolle Geschichte vom Teufel und der Brille des Teufels trifft ein einfacher Gelehrter auf einen geheimnisvollen Fremden, der ihm eine Brille verspricht, mit der er die verborgenen Wünsche und Sehnsüchte der Welt erkennen kann. Doch dieser Blick in die verborgenen Tiefen der Seele lässt ihn nicht nur Wunder sehen, sondern offenbart zugleich die Schattenseiten seiner eigenen Träume. Zwischen Verlockung und Verhängnis, Erkenntnis und Wahnsinn entfaltet sich ein Stück, das die Grenzen von Wirklichkeit und Einbildung auf subtile wie gefährliche Weise auslotet.
Die Musik des Abends kombiniert Elemente aus Folk, Rock, Blues und Avantgarde und schafft so eine Klanglandschaft, die gleichermaßen vertraut und irritierend wirkt. Das Ensemble vollzieht diesen Soundkosmos mit großer Spielfreude – mal schroff, mal lyrisch, stets wechselnd zwischen lakonischem Humor und subjektiver Intensität. The Black Rider ist kein klassisches Drama, sondern eine theatrale Erfahrung, die mittelalterliche Fabeln mit zeitgenössischer Sensibilität verknüpft und das Publikum in eine Welt entführt, in der jede Erkenntnis ihren Preis hat.
Die Inszenierung im Volkstheater Rostock nutzt diesen vielschichtigen Mythos, um Fragen nach Sehnsucht und Identität, Verführung und Verfall hör- und sichtbar zu machen. In der eindringlichen Verbindung von Sprache, Musik und szenischer Erzählung entsteht ein Abend, der ebenso rätselhaft wie eindrucksvoll ist – ein Theatererlebnis, das lange nachklingt.
Premiere 11. April
weitere Aufführungen: 17. und 26. April, 9. und 16. Mai 2026






