Ein Sinfoniekonzert, das zwischen dramatischer Wucht und feinem Witz balanciert, öffnet in Schwerin die Ohren für vier charakterstarke Klanglandschaften: von romantischer Tiefe über orchestrale Opulenz bis zu überraschender Musikalität.

In der Tragischen Ouvertüre d-Moll op. 81 entfaltet Johannes Brahms eine düstere, leidenschaftlich verdichtete Klangwelt, die durch kontrastreiche Themenführung und intensiven Ausdruck das Publikum unmittelbar in den Bann zieht. Daran schließt sich Richard Strauss’ dramatische Tondichtung Don Juan an – ein opulentes, virtuos ausgestattetes Feuerwerk, das die sagenhafte Figur des Verführers in sinnlich kraftvollen Orchestersätzen zum Leben erweckt.

Mit subito con forza von Unsuk Chin folgt ein greller, kontrastreicher Reflex auf klassische Strukturen: explosiv, faszinierend und klanglich pointiert, lotet das Werk die expressive Kraft zeitgenössischer Musik aus und ruft zugleich Beethovens Geist in neuer Gestalt wach. Den Abschluss bildet Ludwig van Beethoven’ Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93 – ein Werk mit augenzwinkernder Leichtigkeit, überraschenden Wendungen und virtuoser Präzision, das in seiner Frische und Spielfreude klassische Formtraditionen mit charakteristischem Humor verbindet.

In dieser programmatischen Abfolge treffen orchestrale Monumentalität, moderne Klangsprache und klassische Spielfreude aufeinander. Das 4. Sinfoniekonzert präsentiert Musik als vielstimmige Erfahrung – kraftvoll, klangstark und zugleich voller charmant pointierter Momente.
10., 11. und 12. April 2026

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