Ein Fremder sitzt am Frühstückstisch und behauptet, die eigene Wohnung gehöre ihm – mit dieser ebenso absurden wie beunruhigenden Situation beginnt die preisgekrönte Komödie „Doppelt gemoppelt“. Der mit dem Österreichischen Komödienpreis Porcia 2025 ausgezeichnete Autor Manfred Schild verbindet pointierten Humor mit einer klugen Gesellschaftssatire und stellt die Frage, wie sicher wir uns unserer eigenen Wirklichkeit eigentlich sein können.

Als Josef eines Morgens einem unbekannten Mann in seiner Küche begegnet, hält er die Situation zunächst für ein Missverständnis. Doch Jan bleibt gelassen und besteht darauf, selbst der rechtmäßige Bewohner der Wohnung zu sein. Als sogar Josefs Frau Margit den Fremden zu kennen scheint, gerät sein gesamtes Weltbild ins Wanken. Schritt für Schritt verliert er den Halt in einer Realität, die plötzlich nicht mehr den vertrauten Regeln folgt.

Mit feinem Gespür für absurde Situationen und überraschende Wendungen entwickelt sich daraus ein ebenso komisches wie verstörendes Verwirrspiel über Identität, Wahrnehmung und gesellschaftliche Erwartungen. Manfred Schild nimmt dabei den Optimierungsdruck und die Gewissheiten der modernen Lebenswelt aufs Korn, indem er die vertraute Realität konsequent verdreht und infrage stellt.

So entsteht eine intelligente Komödie, die ihr Publikum zum Lachen bringt und zugleich zum Nachdenken anregt. Zwischen Doppelgängern, Identitätskrisen und skurrilen Missverständnissen entfaltet sich ein Theaterabend, der zeigt, wie schnell die vermeintlich sichere Wirklichkeit ins Rutschen geraten kann.
Premiere 19. September
weitere Aufführungen: 22., 25. und 29. September, 1., 4., 6., 8., 9., 11., 13., 15., 17., 18., 21., 23. und 24. Oktober 2026

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