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Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK) und das Kunstarchiv Beeskow stellen im BLMK Cottbus, im Museum Utopie und Alltag Eisenhüttenstadt und im BLMK Frankfurt (Oder) grafische Mappen aus der DDR vor. Als Ausgangsbasis für dieses Konzept dienen die Bestände von über 320 Mappen des BLMK bzw. des Kunstarchivs Beeskow. In Cottbus widmet man sich dem Thema bzw. Motiv der Literatur und in Eisenhüttenstadt geht es um Revolutionen. Der Beitrag in Frankfurt (Oder) erkundet die Vielgestaltigkeit der Landschaftssichten.

Die vorgestellten Mappen entstanden zwischen den Jahren 1969 bis 1991/92. Sie können „nur“ von einem Künstler stammen oder von mehreren, die sich dann einem Thema oder einer topografischen Situation zuwenden. Eine sich da heraus ergebende Motivvielfalt ist ebenso zu beobachten wie ein breit gefächertes Themenspektrum; Spannungsbögen zwischen Krieg und Frieden, Apokalypse und Paradies, Fern- und Heimweh, Ideal und konkrete Örtlichkeit, Profanes oder Pathos werden mehr oder weniger direkt erfahrbar.
Die dafür genutzten druckgrafischen Techniken sind in den Spektren des Hochdrucks (u.a. Holzschnitt, Linolschnitt), des Tiefdruckes (u.a. Radierung, Kupferstich) und des Flachdruckes (z.B. Lithografie) zu verorten. Der Siebdruck (Durchdruck) sowie die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten des Offsetdruckes kommen ebenso vor. Manchmal sind die jeweiligen Mappen oder Schuber typografisch und buchbinderisch aufwändig bis luxuriös gestaltet – gleichwohl können sie äußerst schlicht gearbeitet sein.
Wir finden in den 20 vorgestellten Mappen die kunsthistorisch traditionellen Landschaftskategorien wie etwa Stadt-, Gebirgs- und Dorflandschaft, See- und Waldstück, die Industrieansicht oder Sehnsuchts-, Denk- und Seelenlandschaft wieder. Sie zeigen sich, je nach Eigenarten der etwa 70 vorgestellten  Künstlerinnen bzw. Künstler, stilistisch höchst differenziert und eindringlich: Realistisches, Idealistisches, Expressives, Introspektives, Figuratives, Surreales, Abstraktes, Impressives, Zeichenhaftes und Skripturales prägen u.a. die künstlerischen Handschriften.
bis 20. August 2023

www.blmk.de