Der saarländische Comic-Künstler Bernd Kissel steht im Mittelpunkt einer Ausstellung im Deutschen Zeitungsmuseum in Wadgassen. Gezeigt wird eine große Auswahl seiner Originalzeichnungen – von frühen Arbeiten bis zu den bekannten Comics rund um das Känguru von Marc-Uwe Kling.

Das Deutsche Zeitungsmuseum widmet dem Comiczeichner Bernd Kissel eine umfangreiche Ausstellung, die einen Einblick in die vielfältigen Bilderwelten des Künstlers gibt. Präsentiert werden zahlreiche Originalzeichnungen aus unterschiedlichen Schaffensphasen. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Gemeinde Wadgassen und in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler selbst.

Bernd Kissel wurde 1978 in Saarbrücken geboren und wuchs im saarländischen Berus nahe der französischen Grenze auf. Nach seinem Abitur am Max-Planck-Gymnasium in Saarlouis absolvierte er am Lycée Technique des Arts et Métiers in Luxemburg eine Ausbildung zum Trickfilmzeichner. Anschließend arbeitete er mehrere Jahre für das Animationsstudio 252, wo er Hintergründe für verschiedene Animationsserien gestaltete.

Selbstporträt von Bernd Kissel © Bernd Kissel

Selbstporträt von Bernd Kissel © Bernd Kissel

Seine Karriere als Comiczeichner begann 2007. In der Saarbrücker Zeitung erschienen zunächst die Comic-Reihen „Saar-Legenden“ und später das „Saarland Album“. Diese Arbeiten ebneten Kissel den Weg zur Zusammenarbeit mit dem Carlsen-Verlag, wo unter anderem der Band „Münchhausen – Die Wahrheit übers Lügen“ entstand. Große Bekanntheit erlangte er schließlich durch seine Zusammenarbeit mit Marc-Uwe Kling: Für die Känguru-Comics, die zunächst bei Zeit Online erschienen, lieferte Kissel die Zeichnungen. Weitere gemeinsame Projekte folgten, darunter „Der Spurenfinder“ und der Comic „Elon & Jeff on Mars“.

Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Comic-Werkstatt, in der Besucherinnen und Besucher selbst kreativ werden können. Dort lassen sich eigene Figuren entwickeln und erste Schritte im Comiczeichnen ausprobieren – ein Angebot, das bereits in früheren Ausstellungen des Museums großen Anklang fand.
17. Mai 2026 bis 3. Januar 2027

www.deutsches-zeitungsmuseum.de