Der Wiener Theaterdirektor und Regisseur Herbert Föttinger widmet sich den Abgründen der Figuren und bringt die eiskalte, brutale Welt um den Herzog, die Rigolettos Sehnsucht nach familiärer Wärme noch steigert, eindringlich und kontrastreich auf die Bühne.

Der Herzog von Mantua liebt das Vergnügen und die Frauen. In seinem Hofnarren Rigoletto hat er einen zynischen Handlanger, denn dem Buckligen ist nichts und niemand heilig – außer Gilda, sein einziges Kind. Um sie vor den Nachstellungen seines Herrn zu bewahren, hält er sie vor aller Welt verborgen. Doch der Fluch des Grafen von Monterone, dessen Tochter vom Herzog entehrt wurde, fällt auf Rigoletto, und ein brutales Schicksal nimmt seinen Lauf …
„Rigoletto”, eines der berührendsten und gleichsam schauerlichsten Werke der Opernliteratur, begründete Giuseppe Verdis Weltruhm als unumschränkter Herrscher über die italienische Oper. Er selbst glaubte, nie wieder etwas so Schönes schaffen zu können. Die auf Grundlage von Victor Hugos atmosphärischem Drama „Le roi s’amuse” komponierte Oper vereinigt alle Elemente, die das Opernpublikum um 1851 liebte und die auch heute noch begeistern: eine zynische Außenseiterfigur inmitten von Lust und Gewalt, Schuld und Unschuld.
11., 14. und 16. Juli 2022

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