Zwischen Traum und Wirklichkeit, Liebe und Obsession entfaltet Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ eine faszinierende Reise durch die Abgründe der menschlichen Fantasie. Die Oper gilt als Meisterwerk der romantischen Opernliteratur und verbindet fantastische Geschichten mit großer emotionaler Intensität.

Im Mittelpunkt steht der Dichter E.T.A. Hoffmann, der auf drei prägende Liebesbeziehungen zurückblickt. Da ist Olympia, eine täuschend echte Automatenpuppe, die ihn in die Irre führt. Antonia, deren Leidenschaft für den Gesang untrennbar mit ihrem Schicksal verbunden ist. Und schließlich Giulietta, die verführerische Kurtisane, die ihm mehr nimmt als nur sein Herz. Jede dieser Begegnungen hinterlässt tiefe Spuren und macht Hoffmann zu einem Menschen, der zwischen Sehnsucht und Enttäuschung hin- und hergerissen ist.

In der Inszenierung von Guta Rau erscheint Hoffmann zugleich als Schöpfer und Gefangener seiner eigenen Geschichten. Die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen, während die Muse versucht, ihn aus dem Strudel seiner Erinnerungen und Illusionen zu befreien. So wird die Oper zu einer poetischen Reflexion über die Kraft der Kunst und die Frage, wie eng Kreativität und persönliches Leiden miteinander verbunden sein können.

Musikalisch vereint Offenbach lyrische Melodien, dramatische Szenen und fantastische Klangwelten zu einem Werk voller Farbenreichtum und Ausdruckskraft. Die berühmten Arien und Ensembles zählen bis heute zu den beliebtesten Nummern des Opernrepertoires.

Für diese Produktion übernimmt Star-Tenor Rolando Villazón die Titelrolle und verleiht dem vielschichtigen Dichter Hoffmann besondere Strahlkraft. So entsteht ein Opernabend voller Magie, Leidenschaft und Fantasie, der das Publikum in eine Welt entführt, in der die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum aufgehoben scheinen.
Premiere 12. September
weitere Aufführungen: 19. und 27. September, 18., 27. und 30. Oktober 2026, 25. und 28. Mai, 13. Juni 2027

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