Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster ist Deutschlands einziges Picasso-Museum. Es beherbergt die weltweit umfangreichste Sammlung der Lithografien Pablo Picassos sowie weitere Picasso-Bestände in verschiedenen künstlerischen Techniken und aus unterschiedlichen Schaffensperioden. Große Werkkonvolute seiner künstlerischen Mitstreiter Georges Braque, Marc Chagall, Joan Miró und Henri Matisse gehören ferner zu den Schätzen des Museums.
In wechselnden Ausstellungen beleuchtet das Picasso-Museum das facettenreiche Werk des Spaniers, indem es sein grafisches Schaffen in Dialog zu Malerei und Skulptur stellt. Solchen Querbezügen gehen auch die seinen künstlerischen Weggefährten gewidmeten Ausstellungen im Münsteraner Museum nach. So ist es – ganz im Sinne seines Namenspatrons – ein Haus des beständigen Wechsels, das mehrfach im Jahr mit Sonderausstellungen lockt.

Rendezvous der Freunde – Camoin, Marquet, Manguin, Matisse
Unter dem Titel „Rendezvous der Freunde“ vereint das Kunstmuseum Pablo Picasso in einer großen Sonderausstellung rund 90 Gemälde, Zeichnungen und grafische Arbeiten der sogenannten „Moreau-Gruppe“. Charles Camoin, Henri Manguin, Albert Marquet und Henri Matisse waren Schüler des französischen Malers Gustave Moreau und Künstlerfreunde. Nach einer gemeinsamen fauvistischen Stilperiode beschritten die vier Künstler in ihrer weiteren künstlerischen Entwicklung jeweils eigene Wege. Die Ausstellung spürt jenen Gemeinsamkeiten und gegenseitigen Inspirationen, aber auch der künstlerischen Individualität nach. In diesem Zusammenhang werden auch Werke ihres gemeinsamen Lehrers Gustave Moreau gezeigt.
9. Oktober 2021 bis 16. Januar 2022

Picasso – Fotografie und Mythologie
Das Künstlerbuch „Diurnes“ (franz. „am Tage“/„tagaktiv“) bildet den Höhepunkt der in den 1950er-Jahren begonnenen Zusammenarbeit zwischen Pablo Picasso und dem Fotografen André Villers. 30 Lichtdrucke des Bandes werden im Rahmen der Ausstellung „Picasso – Fotografie und Mythologie“ präsentiert. Durch Mehrfachbelichtungen entsteht ein spannender Dialog zwischen Picassos Scherenschnitten in Form von mythologischen Gestalten, Tieren und Porträts und Villers fotografischer Erkundung der provenzalischen Landschaft. In Kombination mit im zeitlichen Umfeld entstandenen Werken aus dem Eigenbestand des Museums wird Picassos spielerischer Umgang mit Fotografie und Druckgrafik beleuchtet.
9. Oktober 2021 bis 16. Januar 2022

www.kunstmuseum-picasso-muenster.de