Die Kunstsammlung Neubrandenburg zeigt mit Tatjana die erste institutionelle Einzelausstellung der Leipziger Malerin Kristina Schuldt. Die Schau präsentiert eine Auswahl ihrer neuesten Werke und macht die intensive, eigenständige Bildsprache der Künstlerin erlebbar.

Im Zentrum der Ausstellung stehen farbintensive Gemälde und Arbeiten auf Papier, in denen kunsthistorische und literarische Referenzen mit politischen, feministischen und persönlichen Themen verschränkt werden. Schuldt entwickelt in ihren Kompositionen eine Bildsprache, die fragmentierte Formen, multiperspektivische Strukturen und expressive Farbverläufe miteinander verknüpft. In ihren Arbeiten spiegeln sich zeitgenössische Lebensgefühle von Unordnung, Gleichzeitigkeit und Unsicherheit – Gestalten und Figuren erscheinen simultan sichtbar und verborgen im Bildraum.

Die Malerei Schuldts knüpft an Bilderfindungen des Kubismus an, lässt aber zugleich die Farbintensität von Künstler*innen wie Sonia Delaunay oder die Formensprachen von Georges Braque und Fernand Léger anklingen. Diese Einflüsse fungieren als Vokabular einer zeitgenössischen Bildwelt, in der Ordnung und Zufall, Nähe und Distanz poetisch aufeinander bezogen werden. Die Ausstellung macht die dichte, rätselhafte und zugleich humorvolle Zeichensprache der Künstlerin sichtbar und öffnet einen lebendigen Zugang zu aktuellen Positionen der Malerei.
5. Februar bis 3. Mai 2026

www.kunstsammlung-neubrandenburg.de