Mit Baselitz. Jetzt! öffnet das Museum der Moderne Salzburg einen konzentrierten Blick auf das Werk eines der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. In der Schau treten Georg Baselitz’ unverkennbare Bildsprache und seine permanente Suche nach künstlerischer Identität in einen unmittelbaren Dialog mit der Gegenwart.
Die Ausstellung Baselitz. Jetzt! versammelt zentrale Positionen aus dem vielschichtigen Œuvre von Georg Baselitz und macht die radikale Kraft seiner Sprache erfahrbar: expressiv, körperlich, oft provokativ, stets aber von intensiver Bildenergie geprägt. Baselitz, der seit den 1960er-Jahren zu den prägendsten Figuren der internationalen Kunstlandschaft zählt, hat mit seinen Arbeiten die Malerei und Skulptur des 20. und 21. Jahrhunderts nachhaltig beeinflusst. In Salzburg besteht die Möglichkeit, die Vielstimmigkeit seiner künstlerischen Praxis zu erleben — von frühen, noch gegenständlichen Werken über markante Figurenbilder bis hin zu jüngeren Kompositionen, in denen kulturhistorische Bezüge auf zeitgenössische Fragestellungen treffen.
Baselitz’ Bildwelt ist von einer eigensinnigen Übersetzung der figürlichen Darstellung geprägt: Seine Figuren und Formen wirken wie transformierte Spuren von Erfahrung, in denen Identität, Erinnerung und Körperlichkeit zusammenfließen. In vielen seiner Arbeiten werden Wahrnehmung und Darstellung selbst zum Thema, wenn etwa traditionelle Bildvorstellungen zerlegt und in eine neue, unmittelbare Bildlogik überführt werden. In diesem Prozess entstehen Bilder von großer expressiver Wucht, die im Ausstellungsraum des Museums der Moderne Salzburg eine unmittelbare Präsenz entfalten.
Baselitz. Jetzt! zeigt, wie zeitlos und zugleich aktuell Baselitz’ künstlerisches Denken ist. Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, nicht nur die visuelle Kraft seiner Arbeiten zu erleben, sondern sich auch auf die impliziten Fragen einzulassen, die seine Bildsprache aufwirft: Was bedeutet Gegenwart in der Kunst? Wie artikuliert sich Identität im Bild? Und wo beginnt die Grenze zwischen Form und Bedeutung? Diese Schau macht erlebbar, wie ein künstlerisches Werk im Hier und Jetzt verhandelt werden kann — als intensives, sinnliches und intellektuelles Erlebnis.
1. April bis 18. Oktober 2026






