Die VEREINIGTEN BÜHNEN WIEN (VBW) zählen zu den bedeutendsten Musiktheaterunternehmen Europas und verbinden Wiener Theatertradition mit internationaler Musical- und Operninnovation. Mit ihren vier historischen Spielstätten – Ronacher, Raimund Theater, Theater an der Wien und Kammeroper – prägen sie maßgeblich das kulturelle Leben der Stadt und tragen durch internationale Lizenzproduktionen zum weltweiten Export österreichischer Theaterkultur bei. Jede Bühne erzählt dabei ihre eigene Geschichte und verkörpert zugleich den Wandel der Wiener Musiktheaterlandschaft über mehr als ein Jahrhundert.

Das traditionsreiche Ronacher entwickelte sich vom bürgerlichen Stadttheater des 19. Jahrhunderts zur modernen Musicalbühne. Nach wechselvoller Geschichte mit Bränden, Varietézeiten, ORF-Nutzung und umfassenden Sanierungen etablierte sich das Haus seit den 1990er-Jahren als internationale Musicalbühne mit Weltpremieren und Erfolgsproduktionen wie MARIA THERESIA – DAS MUSICAL. Heute steht das Ronacher für spektakuläre Unterhaltung auf höchstem künstlerischem Niveau und für die Verbindung von Showästhetik und österreichischer Musicalproduktion.

Das Ronacher © Rupert Steiner

Das Ronacher © Rupert Steiner

Das Raimund Theater hingegen war ursprünglich als Volkstheater für breite Bevölkerungsschichten konzipiert und entwickelte sich über Operette und Unterhaltungstheater zu einer der wichtigsten Musicaladressen im deutschsprachigen Raum. Nach seiner Modernisierung in den 1980er-Jahren wurden hier internationale Hits wie TANZ DER VAMPIRE oder REBECCA sowie Broadway-Klassiker präsentiert. Die jüngste Sanierung und Auszeichnung mit dem Österreichischen Umweltzeichen unterstreichen den Anspruch, Tradition, Nachhaltigkeit und zeitgemäßes Musiktheater zu verbinden.

Das Raimundtheater © Sandra Kosel

Das Raimundtheater © Sandra Kosel

Das Theater an der Wien gilt als eines der historisch bedeutendsten Opernhäuser Europas. Hier wurden zentrale Werke wie Beethovens Fidelio uraufgeführt, später prägten Operettenpremieren von Strauss, Lehár oder Zeller das „Goldene Zeitalter“ der Wiener Operette. Seit seiner Neupositionierung als Stagione-Opernhaus widmet sich das Haus einem Repertoire von der Barockoper bis zur zeitgenössischen Musiktheaterproduktion und verbindet historisches Erbe mit künstlerischer Innovation. Nach umfassender Generalsanierung wurde das Haus 2024 wiedereröffnet und setzt seinen Weg als internationales Zentrum für anspruchsvolles Musiktheater fort.

Das prachtvolle MusikTheater Wien © Andreas J. Hirsch

Das prachtvolle MusikTheater Wien © Andreas J. Hirsch

Die Wiener Kammeroper steht für künstlerische Intimität und Nachwuchsförderung. Seit ihrer Gründung 1953 entwickelte sie sich von einem mobilen Ensemble zu einem wichtigen Ort für experimentelle Opernformate, moderne Inszenierungen und internationale Sängerinnen- und Sängerkarrieren. Besonders prägend sind Programme wie der Internationale Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb sowie das CAMPUS-Programm zur Förderung junger Musiktheatertalente.

Gemeinsam bilden die Vereinigten Bühnen Wien ein lebendiges Netzwerk aus Geschichte, Innovation und künstlerischer Vielfalt – ein Ort, an dem sich Wiener Musiktradition und internationale Bühnenkunst immer wieder neu begegnen und weiterentwickeln.
www.vbw.at

MusikTheater Wien Kammeroper © Katharina Schiffl

MusikTheater Wien Kammeroper © Katharina Schiffl