Dunkle Romantik, dämonischer Humor und die unverwechselbare Musik von Tom Waits: „The Black Rider“ verbindet deutsche Volkssage mit Rock-Musical und surrealem Theater. Am Schleswig-Holsteinischen Landestheater entsteht daraus eine ebenso düstere wie faszinierende Bühnenwelt zwischen Liebe, Versuchung und Teufelspakt.
„The Black Rider – The Casting of the Magic Bullets“ basiert auf der alten Volkssage vom Freischütz, die bereits Carl Maria von Weber zu seiner berühmten Oper inspirierte. In der 1990 uraufgeführten Fassung von Regisseur Robert Wilson, Musiker Tom Waits und Beat-Generation-Autor William S. Burroughs verwandelt sich der Stoff jedoch in ein ungewöhnliches Musiktheater zwischen düsterer Märchenwelt, schwarzem Humor und Rockmusik.
Im Mittelpunkt steht der Amtsschreiber Wilhelm, ein miserabler Schütze, der dennoch die Tochter des Försters heiraten möchte. Um sich dafür zu qualifizieren, muss er seine Treffsicherheit beweisen – eine scheinbar unlösbare Aufgabe. In seiner Verzweiflung lässt er sich auf einen gefährlichen Pakt ein: Magische Kugeln sollen ihm helfen, jedes Ziel zu treffen. Doch der teuflische Handel hat seinen Preis – eine der Kugeln gehört dem Dämon selbst.
Die Geschichte verbindet Elemente deutscher Romantik mit groteskem Theater und der rauen, eigenwilligen Musik von Tom Waits. Surreale Bilder, düstere Balladen und unorthodoxe Texte schaffen eine atmosphärisch dichte Bühnenwelt, in der sich Liebe, Verführung und moralische Versuchung begegnen.
So entsteht ein Musiktheaterabend, der zwischen Märchen, Rock-Konzert und schwarzer Komödie oszilliert – eine faszinierende Neuinterpretation einer alten Legende über den Preis des Erfolgs und die Macht der Versuchung.
Premiere am Stadttheater Flensburg 18. April
weitere Aufführungen: 21. und 28. April (Flensburg), 25. April (Rendsburg), 30. April (Itzehoe), 3. und 10. Mai (Schleswig), 13. Mai (Husum), 21. Mai (Heide), 3. Juni (Neumünster), 5. Juli (Niebüll) 2026
















