Mit seinem ersten Sommerfestival öffnet das MINSK Kunstmuseum Potsdam Ende August seine Türen weit – für Kunst, Musik, Gespräche und gemeinsames Erleben. Drei Tage lang verwandelt sich das ehemalige DDR-Terrassenrestaurant in einen lebendigen Treffpunkt, an dem Geschichte, Gegenwart und Gemeinschaft aufeinandertreffen. Der Eintritt ist frei.
Vom 28. bis 30. August 2026 lädt das MINSK Kunstmuseum Potsdam erstmals zu einem Sommerfestival ein, das weit mehr sein möchte als ein klassisches Museumsprogramm. Das Haus, das das ehemalige Terrassenrestaurant »Minsk« aus den 1970er-Jahren behutsam in einen Ort für moderne und zeitgenössische Kunst verwandelt hat, knüpft damit konsequent an seine Idee an, Kunst als Raum für Begegnung und Austausch zu begreifen. Drei Tage lang erwartet Besucherinnen und Besucher jeden Alters ein vielseitiges Programm aus Ausstellungen, Performances, Live-Musik, Workshops, Filmvorführungen, Künstlergesprächen und kulinarischen Angeboten. Internationale und lokale Künstlerinnen und Künstler gestalten ein Festival, das die Geschichte der DDR und Ostdeutschlands mit aktuellen Perspektiven verbindet und dabei zum Mitmachen ebenso einlädt wie zum Nachdenken.

Keramikwerkstatt Wilfriede Maaß, Anfang der 1980er Jahre: Reinhard Sandner, Helge Leiberg, Cornelia Schleime, Wilfriede Maaß © Archiv Uta Grundmann
Den Auftakt bildet am 28. August die Eröffnung der Kabinettausstellung „Die Keramikwerkstatt von Wilfriede Maaß“. Die Präsentation widmet sich einem bedeutenden Ort der nonkonformistischen Kulturszene der DDR in Berlin und zeigt Keramiken von Wilfriede Maaß sowie weiteren Künstlerinnen und Künstlern im Dialog mit Gemälden aus der Sammlung Hasso Plattner. Ein Künstlerinnengespräch, Live-Musik und filmische Beiträge begleiten die Vernissage und eröffnen ein Wochenende, das den Austausch zwischen Kunstschaffenden und Publikum in den Mittelpunkt stellt.
Auch im Außenraum wird Kunst erlebbar. Die monumentale Ofen-Skulptur „Brenda“ des argentinischen Künstlers Gabriel Chaile wird ein letztes Mal in dieser Sommersaison zum Mittelpunkt gemeinsamer kulinarischer Erlebnisse. Hier entstehen frische Pizzen ebenso wie Gespräche – ganz im Sinne eines Kunstverständnisses, das Gemeinschaft stiftet und Menschen zusammenbringt.
Das Sommerfestival schlägt zugleich eine Brücke zwischen den Ausstellungen des Hauses. Während „Oscar Murillo. Kollektive Osmose“ noch bis zum 9. August unter anderem mit partizipativen Malaktionen auf der Terrasse zu erleben ist, verkürzt das Festival die Wartezeit auf die große Herbstausstellung „Annemirl Bauer. Bruch ist in der Welt“, die ab dem 5. September zu sehen sein wird. Mit rund 150 Werken würdigt das MINSK darin eine der eigenständigsten und unbequemsten Künstlerinnen der DDR, deren Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen, Menschenrechten und Selbstbestimmung bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat.
Mit seinem ersten Sommerfestival setzt das MINSK ein deutliches Zeichen: Museum bedeutet hier nicht nur Ausstellen, sondern Begegnung ermöglichen. Zwischen Kunst, Architektur und Kulinarik entsteht ein offener Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart miteinander ins Gespräch kommen – und der Lust macht auf einen ebenso inspirierenden wie entspannten Kultursommer.
28. bis 30. August 2026
https://dasminsk.de

Annemirl Bauer, Emma gewidmet, 1979, Öl auf Leinwand, Annemirl Bauer Archiv © VG Bild-Kunst, Bonn 2025


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