Die Ausstellung „Das geteilte Jetzt“ im Kunstmuseum Magdeburg widmet sich der Frage, wie Gegenwart heute erlebt, interpretiert und künstlerisch reflektiert wird.

Im Kunstmuseum Magdeburg entfaltet die Ausstellung ein vielstimmiges Panorama zeitgenössischer Positionen, die sich mit den Spannungen und Unsicherheiten unserer Gegenwart auseinandersetzen. Im Zentrum steht dabei die Idee eines „geteilten Jetzt“ – einer Gegenwart, die nicht einheitlich erfahrbar ist, sondern von unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Wahrnehmungen geprägt wird.

Die gezeigten Arbeiten aus Malerei, Fotografie, Video und Installation untersuchen zentrale Themen wie Freiheit, Verantwortung, gesellschaftlichen Wandel sowie politische und persönliche Handlungsspielräume. Dabei wird deutlich, dass vermeintliche Gewissheiten nicht neutral sind, sondern stets aus individuellen Blickwinkeln entstehen. Kunst wird so zum Medium, das komplexe Realitäten sichtbar macht und zugleich hinterfragt.

Angesichts globaler Herausforderungen wie Klimakrise, Kriegen oder wachsender sozialer Ungleichheit richten die Künstler den Blick auf die Fragilität von Menschlichkeit und demokratischen Strukturen. Einzelne Werke greifen diese Spannungen in eindringlichen Bildern auf und zeigen Gegenwart als Zustand permanenter Aushandlung zwischen individueller Erfahrung und kollektiver Realität.

So versteht sich „Das geteilte Jetzt“ als Einladung zur Reflexion: Die Ausstellung fordert dazu auf, die eigene Position in einer komplexen Welt neu zu denken und Gegenwart nicht als festen Zustand, sondern als offenen, dynamischen Prozess zu begreifen.
28. April bis 6. September 2026

kunstmuseum-magdeburg.de