Die Jahre 1950-1955 der intensiven Liebesbeziehung des Malers Werner Berg und der Dichterin Christine Lavant fanden in hunderten Briefen ihren Niederschlag. Ihre Bedeutung für das Werk beider Künstler wird anhand von Hauptwerken, die in dieser Zeit entstanden, dokumentiert. Die Bilder offenbaren in Zusammenschau mit den Gedichten und Briefen Christine Lavants in welch existentielle Dimensionen die beiden Künstler vorzudringen vermochten.

Schwerpunkt und Kern der Ausstellung sind die Jahre 1950-1955 der intensiven Liebesbeziehung des Malers Werner Berg und der Dichterin Christine Lavant. Die Bedeutung dieser dramatischen Epoche für das Werk beider Künstler wird anhand von Hauptwerken, die in dieser Zeit entstanden, dokumentiert. Christine Lavants Leben und Schaffen wird in Zusammenarbeit mit maßgeblichen Archiven wie dem Robert Musil Institut, Klagenfurt, und der Hans Schmid Privatstiftung, Wien, mit Fotos,Dokumenten, Ephemera, Autografen, Ton- und Filmdokumenten, Rezensionen, Urkunden, sowie Beispielen ihres bildnerischen Schaffens dargestellt. Die Dokumentation zum Leben der großen Dichterin ist eingebettet in die Bilderwelt Werner Bergs,ihrer Lebensliebe. Ca. 120 Ölbilder, Holzschnitte, Aquarelle, und Zeichnungen zeigen, neben dem Schaffen der den Maler so prägenden Jahre 1950-1955, auch die Serie der seiner großartigen Portraits der Dichterin. Die Bilder offenbaren – in unmittelbarer Zusammenschau mit den Gedichten und Briefen Christine Lavants – in welch existentielle Dimensionen die beiden Künstler dabei vorzudringen vermochten. Das Leben in der kleinbäuerlichen Umgebung – in der durch Armut und Entbehrungen geprägten Dorfwelt, die beiden Künstlern aus unterschiedlichen Ansätzen heraus vielfältiger Themenschwerpunkt war – wird dabei bildhaft lebendig. Begleitet wird die Ausstellung von der soeben erschienenen umfassenden biografischen Dokumentation Klaus Amanns und der autorisierten, kritischen Veröffentlichung des gesamten Briefwechsels der beiden Künstler, der Höhen und Abgründe einer Liebesbeziehung aufzeigt, die beide bis an den Rand des tödlichen Zusammenbrechens forderte. Die Gesamtedition dieses Briefwechsels stellt, wie schon Klaus Amanns Biographie, zweifellos eine Sensation für die literarische Fachwelt und die kunstinteressierte Öffentlichkeit dar und wird den Blick auf Leben und Werk der beiden Künstler durch die umfangreichen, bisher gesperrten Dokumente nachhaltig verändern und prägen. Wie nie zuvor werden Einblicke in die konkreten, oft äußerst prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen der beiden Künstler möglich – ihre Träume und Hoffnungen, ihre Aufschwünge und Abstürze, ihr Glück und ihre Verzweiflung. Christine Lavant und Werner Berg – zwei exemplarische Künstlerexistenzen. Herausragende Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen machen die Ausstellung zu einem einmaligen Ereignis sowohl für Literatur- und Kunstwissenschaft, wie auch für das interessierte Publikum.
Die Kunst-Fassaden-Aktion, diesmal mit Werner Berg/Christine Lavant-Motiven, wird auch im Jahre 2024 durchgeführt. Dabei erweitern großflächige Fassadengestaltungen die Ausstellung in die Innenstadt. Ein solches, ein ganzes städtisches Ensemble bestimmendes Übergreifen der Präsentation im Museum in den öffentlichen Raum stellt mittlerweile ein Alleinstellungsmerkmal der Kulturstadt Bleiburg/Pliberk dar. Kurator: Dr. Harald Scheicher
1. Mai bis 31. Oktober 2024
www.wernerberg.museum

Ausstellung 2024 im Skulpturengarten
Im Skulpturengarten des Museums wird – wie im Jahre 2023, jedoch mit leichten Adaptionen – die Ausstellung „Hortensia – der Atem der Bronze“ gezeigt.
1. Mai bis 31. Oktober 2024
www.hortensia.at

Buchtipp: Über fallenden Sternen
Christine Lavant | Werner Berg
Der Briefwechsel im Wallenstein Verlag
herausgegeben von Harald Schleicher und Brigitte Strasser

In ihren Briefen stehen die Liebenden sofort in Flammen – die Dichterin Christine Lavant und der Maler Werner Berg.  Die schicksalhafte Liebesbeziehung zwischen Christine Lavant und Werner Berg in den Jahren 1950 bis 1955 fand in Hunderten von Briefen ihren Niederschlag. Die Briefe dokumentieren eine existenzielle künstlerische Verbindung jenseits aller Konventionen, die beide Künstler wiederholt bis an den Rand des tödlichen Zusammenbrechens forderte.
Nach der Trennung verstummte Christine Lavant als Dichterin. Die vollständige Edition der jahrzehntelang gesperrten Briefe lässt Höhen glücklichen Gefühlsüberschwangs und Abgründe der Verzweiflung nachfühlen und stellt allein aufgrund des enormen Umfangs und der kein Tabu scheuenden Offenheit fraglos eine Sensation dar. Die Briefe geben Einblick in Träume und Hoffnungen, Aufschwünge und Abstürze, Glück und Verzweiflung zweier besonderer Menschen.