Im Bäumler Park in Hohenems hat sich seit 2019 ein Museum etabliert, das in der Bodenseeregion seinesgleichen sucht: ARCHE NOAH – Kunst & Natur. Mit der einzigartigen Sammlung Hans Bäumler, der weltweit außergewöhnlichen Sammlung Natur und dem Kunst/Raum Contemporary verbindet das Haus Kunstgeschichte, Naturkunde und Gegenwartskunst auf höchstem Niveau.
Die Sammlung Hans Bäumler versammelt über 100 Meisterwerke und spannt einen Bogen von der Münchner Schule des 19. Jahrhunderts über den französischen Impressionismus bis hin zur Klassischen Moderne. Herausragende Positionen wie Waldmüller, Spitzweg, Monet, Renoir, Gauguin, Liebermann oder Corinth treten in einen Dialog mit Expressionisten wie Franz Marc, Emil Nolde oder Jawlensky. Den Schlusspunkt setzt ein Stillleben von Pablo Picasso – ein würdiger Abschluss von 130 Jahren Kunstgeschichte, die in Hohenems in seltener Dichte erlebbar wird.

Pierre-Auguste RENOIR, Bildnis der Marthe le Cœur (Portrait Mlle Marthe le Cœur), 1873 © ARCHE NOAH – Kunst & Natur
Ein zweiter Sammlungsschwerpunkt richtet den Blick auf die Natur: Fossilien, Mineralien und Tierpräparate werden als kultur- wie naturhistorische Zeugnisse präsentiert. Damit macht das Museum auch die wechselseitige Beziehung zwischen Mensch und Natur greifbar – ein Anliegen, das durch den Kunst/Raum Contemporary zusätzlich vertieft wird. Dort entstehen in wechselnden Kooperationen mit Künstlerinnen, Künstlern, Kuratorinnen, Kuratoren und Galerien neue Bezüge zwischen den historischen Sammlungen und aktuellen künstlerischen Fragestellungen.
Klimt und Vorarlberg
Im Herbst 2025 widmet sich die Arche Noah mit der Ausstellung „Klimt und Vorarlberg“ erstmals den bislang kaum beleuchteten Verbindungen zwischen Gustav Klimt und der Region. Ausgangspunkt ist die Freundschaft des Künstlers mit dem Dornbirner Textilfabrikanten Julius Rhomberg, Gesellschafter des Unternehmens „Herrburger & Rhomberg“. Während seiner Ausbildung in Wien lernte Rhomberg Klimt kennen – eine Bekanntschaft, die sich in privaten Dokumenten und künstlerischen Spuren niederschlägt. Besonders eindrücklich ist eine von Klimt gestaltete Hochzeitskarte aus dem Jahr 1895, die als Zeugnis dieser Verbindung überliefert ist.
Ein Ausstellungskapitel widmet sich zudem Hermann Flöge, Prokurist von „Herrburger & Rhomberg“ und Bruder von Emilie Flöge, Klimts Lebensgefährtin. Über diese familiären und geschäftlichen Verbindungen öffnet sich ein neues Kapitel in der Beziehungsgeschichte zwischen Vorarlberg und Wien um 1900. Ergänzt wird die Schau durch historische Textilien aus Dornbirn, die nach Entwürfen von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Umfeld der Wiener Secession gefertigt wurden und den hohen Anspruch an künstlerisches Design im Textilgewerbe dokumentieren.
Mit dieser Sonderausstellung erweitert die Arche Noah ihr Profil um einen überraschenden, kulturhistorisch bedeutenden Aspekt. Sie zeigt, dass sich die Wege eines Künstlers von Weltrang wie Gustav Klimt nicht nur in Wien, sondern auch in Vorarlberg kreuzten – und dass in der Region noch manch ungehobener Schatz der Kunst- und Kulturgeschichte wartet.
27. September 2025 bis 6. Januar 2026
KOMBITICKET Sammlung Hans Bäumler – Stadtmuseum Dornbirn
Im Zeitraum der Ausstellung „Gustav Klimt und Vorarlberg“ wird es die Möglichkeit zum Lösen eines Kombitickets geben. Dieses Kombiticket ermöglicht zu einem vergünstigten Eintrittspreis die Zuritte zum Arche Noah Museum, sowie zum Stadtmuseum Dornbirn. Das Stadtmuseum Dornbirn zeigt die Ausstellung „Unser Haus! Julius und Eugenie Rhomberg wohnten einst im Hause des Stadtmuseums Dornbirn. Die Freundschaft zwischen dem Dornbirner Textilfabrikanten Julius Rhomberg und Gustav Klimt steht im Zentrum unserer Ausstellung „Gustav Klimt und Vorarlberg“.
www.arche-noah-museum.at

Einblick in die Sammlung Natur © ARCHE NOAH – Kunst & Natur






