Ein Pianist, der das Publikum regelmäßig an die Grenzen des Hörbaren führt – intensiv, kompromisslos, voller Präsenz.

Evgeny Kissin ist einer jener Künstler, bei denen ein Klavierabend mehr ist als ein Konzert. Wenn er erneut in der Isarphilharmonie auftritt, knüpft er an einen Abend an, der beim letzten Mal für außergewöhnliche Resonanz sorgte: ein Saal, der bis auf den letzten Platz gefüllt war, und ein Publikum, das sich nach gewichtigen Zugaben nahezu geschlossen erhob. Kissins Spiel wirkt dabei wie eine Einheit aus Konzentration und eruptiver Kraft – fein im Detail, groß im Ausdruck, mit einer Klarheit, die unmittelbar berührt.

Die Rezensionen sprachen von „auftürmender Ausdrucksgewalt“ und einem Abend, der sich in mehrere dramaturgische Bögen gliederte. Genau diese Mischung aus Tiefe, Gestaltungswille und technischer Präzision macht Kissins Auftreten so eindrucksvoll. Seine Konzerte sind Momente, in denen Musik nicht interpretiert, sondern gelebt wird – eindringlich, unmittelbar und mit jener Präsenz, die ihn seit Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Pianisten unserer Zeit macht.
2. März 2026

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