Ein Roman über Liebe in schweren Zeiten: Inmitten wirtschaftlicher Not und politischer Radikalisierung kämpfen die Pinnebergs um Würde, Zusammenhalt und ein Stück Hoffnung – und halten sich an dem fest, was ihnen bleibt: aneinander.

Aus Krisen gehen oft wenige als Gewinner hervor, während viele verlieren. Zu diesen gehören auch die Pinnebergs – und doch finden sie immer wieder Halt in ihrer Verbundenheit und in der Liebe zu ihrem Kind. In einer politisch aufgeheizten Zeit, in der der Nationalsozialismus an Einfluss gewinnt und ein System entsteht, das Menschen auf ihren Nutzen reduziert, bleibt gegenseitige Unterstützung die wichtigste Ressource gegen soziale Verdrängung und Vereinsamung.

Johannes Pinneberg und Emma Mörschel verlieben sich sofort und bedingungslos. Sie nennen einander „Junge“ und „Lämmchen“, zwei Menschen aus einfachen Verhältnissen in der norddeutschen Provinz. Emma wächst in einer Arbeiterfamilie auf, Johannes hat eine Anstellung im Büro. Als Emma unerwartet schwanger wird, heiraten die beiden. Das Einkommen reicht knapp für den gemeinsamen Alltag – bis Johannes durch eine Intrige seine Stelle verliert.

Die Hoffnung richtet sich auf Berlin, wo Johannes’ Mutter Mia lebt und ihr Partner Jachmann eine Tätigkeit im Warenhaus Mandel vermitteln kann. Doch auch in der Großstadt zeigt sich das Leben nicht leichter: Wohnraum ist teuer, im Warenhaus verschärfen Quoten den Druck, und Unterstützung ist rar – weder aus dem Umfeld noch seitens der Behörden. Die Weltwirtschaftskrise verschlimmert die Lage weiter. Kurz nach der Geburt des kleinen Murkel verliert Johannes erneut den Halt, während Emma die Verantwortung trägt, die junge Familie durch die schwierige Zeit zu bringen. Am Ende landen sie in einer Laube am Rand der Stadt – ein Leben am Limit, getragen von Zuneigung und dem Willen, nicht aufzugeben.

Die Geschichte zeigt eindringlich, wie zerbrechlich Lebenswege sein können, und wie wichtig es ist, zusammenzuhalten, wenn ein System Menschen im Stich lässt.
Premiere 16. Januar 
weitere Aufführungen: 18., 25. und 30. Januar, 15. und 27. Februar 2026

www.hansottotheater.de