Mit Rameaus Les Indes galantes (2019) und Lullys Atys (2022) setzt das Grand Théâtre de Genève seine Reise durch die selten befahrenen Gewässer des Opernballetts unter der Leitung von Leonardo García Alarcón mit dieser neuen Produktion fort, deren Kapitän kein Geringerer ist als der Direktor des Genfer Balletts, Sidi Larbi Cherkaoui.

Und um bei den maritimen Metaphern zu bleiben, steuert er seinen Kurs auf Idomeneo, den der 25-jährige Wolfgang Amadeus Mozart für den Hof des Kurfürsten von Bayern schrieb. Eine Oper, die sozusagen um einen schrecklichen Sturm auf dem Meer herum gebaut ist, das Ergebnis des Kampfes zwischen dem Gott der Meere Neptun, der den König von Kreta Idomeneo bei seiner Rückkehr aus dem Trojanischen Krieg begünstigt, und dem Schicksal, das sich ihm entgegenstellt.
Chiharu Shiota und Sidi Larbi Cherkaoui werden die Kräfte des Genfer Balletts zusammen mit Cherkaouis Eastman Company und Solisten aufbieten, um ein monumentales Bühnenbild entstehen zu lassen, in dem die roten Fäden einen Palast, einen tobenden Ozean, einen Garten oder ein Seeungeheuer in ständiger Bewegung bilden. Drei Geschichten sind miteinander verwoben: eine Dreiecksbeziehung zwischen Idomeneos Sohn Idamante, der trojanischen Prinzessin Ilia und der Prinzessin von Argos, Elettra; das Duell zwischen einem durch den trojanischen Krieg traumatisierten Vater und seinem Sohn, der Beschwichtigung und Versöhnung sucht; und schließlich, wie erwähnt, die Konfrontation zwischen den Göttern und dem menschlichen Schicksal.
Mit Stanislas de Barbeyrac in der Titelrolle, Lea Desandre als sein Sohn Idamante, Federica Lombardi als Elettra und Giulia Semenzato als Ilia versammelt das Grand Théâtre ein Quartett hochkarätiger Solisten, die unter der Leitung von Leonardo García Alarcón für eine fulminante Aufführung sorgen werden, begleitet von García Alarcóns eigener Cappella Mediterranea, deren Reihen bei dieser Gelegenheit durch die Musiker des Orchestre de Chambre de Genève verstärkt werden.
Premiere 21. Februar 2024
weitere Aufführungen: 23., 25., 27. und 29. Februar sowie am 2. März 2024

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