Was bleibt vom Menschsein, wenn alles Vertraute verschwunden ist? „Die große Stille“ untersucht Mozarts Musik als überzeitlichen Halt in einer fernen Zukunft – ein Musiktheaterprojekt, das Klang, Ritual und existenzielle Fragen eindringlich miteinander verwebt.
Kultur stiftet Sinn, gibt Struktur und kann, wie „Die große Stille“ zeigt, sogar existentiellen Halt bieten. Das Musiktheaterprojekt von Christopher Rüping, Omer Meir Wellber und Malte Ubenauf stellt eine Menschengruppe in den Mittelpunkt, die weit entfernt von der Erde in einer zukünftigen Welt lebt. Für sie wird die Musik Wolfgang Amadeus Mozarts zu einem täglichen Ritual – zu Erinnerung und Mahnung zugleich, was es bedeutet, Mensch zu sein und zu bleiben.
Musizieren, ob gemeinsam oder allein, zählt zu den ältesten kulturellen Praktiken der Menschheit und ist tief mit unserem Selbstverständnis verbunden. Doch gerade diese Rituale verdienen es, hinterfragt zu werden. Die Inszenierung entwirft eine Welt, die mit unserer heutigen Realität kaum noch etwas gemein hat. Und doch bleibt die zentrale Konstante der Mensch selbst – mit seinen Ängsten, Hoffnungen und seiner Suche nach Orientierung. Rüping, einer der prägendsten Regisseure der Gegenwart, gibt mit seinem Team an der Hamburgischen Staatsoper sein lang erwartetes Debüt. Gemeinsam erkunden sie die Rolle, die ein überzeitliches Kulturerbe wie Mozarts Musik in existentiellen Situationen spielen kann. Welche Resonanz erzeugt diese Musik in uns? Welche Antworten finden Menschen, wenn Bedrohung und Chancen zugleich auftreten? Und was geschieht, wenn am Ende wirklich Stille eintritt?
„Die große Stille“ ist ein Musiktheaterprojekt, das Fragen nach Identität, Erinnerung und Zukunft aufwirft – und zeigt, wie kraftvoll Musik selbst im fernsten Raum wirken kann.
Premiere 15. März
weitere Aufführungen: 17., 19., 21., 26. und 29. März, 2., 5. und 10. April 2026
















