Mit Giuditta bringen die Operetten-Festspiele Bad Hall ein außergewöhnliches Werk auf die Bühne: Franz Lehárs letzte Operette verbindet große Gefühle, exotische Schauplätze und unvergängliche Melodien zu einem musikalischen Abschied von seltener Intensität.
Mit Giuditta erfüllte sich Franz Lehár einen lang gehegten Traum: 1934 wurde seine letzte Operette an der Wiener Staatsoper uraufgeführt – ein seltener Ritterschlag für ein Genre, das zwischen Oper und Unterhaltungskunst oszilliert. Lehár selbst verstand Giuditta als Grenzwerk, in dem opernhafte Dramatik, sinfonischer Klang und die emotionale Direktheit der Operette zu einer neuen Form verschmelzen.
Die Handlung führt durch malerische und zugleich symbolisch aufgeladene Schauplätze: von einer spanischen Hafenstadt bis in die nordafrikanische Wüste entfaltet sich eine Geschichte von Liebe, Sehnsucht und Freiheitsdrang. Im Zentrum steht Giuditta, eine Frau zwischen Leidenschaft und Selbstbehauptung, deren Schicksal von großen Entscheidungen und schmerzhaften Konsequenzen geprägt ist. Lehár zeichnet diese innere Zerrissenheit mit einer Musik, die gleichermaßen sinnlich, melancholisch und von dramatischer Wucht ist.
Unvergessliche Welthits wie „Freunde, das Leben ist lebenswert“ oder „Meine Lippen, die küssen so heiß“ verleihen dem Werk seine ikonische Strahlkraft und machen deutlich, warum Giuditta bis heute eine Sonderstellung im Operettenrepertoire einnimmt. In Bad Hall kommt das Werk erstmals in einer Inszenierung von Intendant Thomas Kerbl auf die Bühne und fügt sich damit als ambitionierter Höhepunkt in das Programm der Operetten-Festspiele ein.
Mit Giuditta zeigen die Operetten-Festspiele Bad Hall, dass Operette weit mehr sein kann als leichte Unterhaltung: ein Musiktheater voller Emotion, exotischer Atmosphäre und musikalischer Größe, das zwischen Traum und Realität, Liebe und Verlust schwebt – und gerade darin seine zeitlose Faszination entfaltet.
4. Juli bis 1. August 2026






