Mit Tyll bringt das Theater Vorpommern eine theatrale Adaption des vielfach gelobten Romans von Daniel Kehlmann auf die Bühne – eine Geschichte, in der Fabulierlust, Witz und existenzielle Tiefe aufeinandertreffen.
Im Zentrum steht die legendäre Figur des Till Eulenspiegels, des schelmischen Vagabunden und kritischen Beobachters seiner Zeit. In einer Epoche des Krieges, der Unsicherheit und der politischen Zersplitterung durchstreift Tyll verschiedene Regionen und begegnet Menschen unterschiedlichster Herkunft und Schicksale. Seine Streiche und Erlebnisse, mal komisch, mal nachdenklich, entziehen sich einfachen Deutungen und eröffnen zugleich eine Perspektive auf die Widersprüche einer Welt im Umbruch. In der Adaption verschränken sich historische Bezüge mit zeitlosen Motiven von Freiheit, Anpassung und Widerstand, wodurch Tyll zu einer vielstimmigen Erzählung über Widerstandskraft, Identität und das Abenteuer des menschlichen Lebens wird.
Die Inszenierung nutzt das Potenzial dieser Figur, um die Bühne als Raum des Denkens und Fühlens zu gestalten: Mit einer Mischung aus Sprache, Bewegung, Musik und überraschenden szenischen Bildern schafft das Stück einen erzählerischen Reigen, der gleichermaßen unterhält wie zum Nachdenken anregt. Tyll entfaltet so eine theatralische Dynamik, in der Derbe und Subtilität, Ernst und Ironie einander durchdringen – ein Abend, der die Zuschauer mitnimmt auf eine Reise durch Zeiten, Stimmungen und menschliche Haltungen.
Premiere 21. März
weitere Aufführungen: 29. März, 10., 12., 18. und 25. April, 10., 22., 25. und 31. Mai, 7. und 12. Juni






