Im Rahmen der Klima Biennale Wien 2026 zeigt das KunstHausWien die Ausstellung Seeds. Reclaiming Roots, Sowing Futures und verwandelt das Museum in einen poetischen Denkraum über Natur, Geschichte und Zukunft. Unter dem Leitmotiv Unspeakable Worlds untersucht die Biennale die vielschichtigen Auswirkungen der Klimakrise und bringt Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft in einen Dialog über mögliche Wege in eine lebenswerte Zukunft.

Samen bilden die Grundlage allen Lebens. Sie stehen für biologische Vielfalt, für Nahrungssicherheit, kulturelles Gedächtnis und für die Fähigkeit von Natur und Gesellschaft, sich zu erneuern. Die Ausstellung betrachtet das Samenkorn als Symbol für Herkunft und Zukunft zugleich. Für die vierzehn internationalen Künstlerinnen und Künstler wird Saatgut zum Ausgangspunkt für ökologische, kulturhistorische und politische Reflexionen. Ihre Arbeiten verbinden globale Perspektiven auf Migration, Kolonialgeschichte und indigene Wissenssysteme mit Fragen nach Biodiversität, Landwirtschaft und Ernährungssouveränität.

Dominique Koch, Sowing the Seeds for the Future, 2020, filmstill, Courtesy the artist © Dominique Koch

Dominique Koch, Sowing the Seeds for the Future, 2020, filmstill, Courtesy the artist © Dominique Koch

Die Ausstellung zeigt, wie eng Natur und Gesellschaft miteinander verflochten sind. Themen wie Widerstand, Selbstermächtigung und solidarische Praktiken stehen im Zentrum. Gerade in Zeiten globaler ökologischer Krisen werden Samen zu Trägern von Hoffnung und Widerstandskraft. Sie verkörpern die Idee, dass Zukunft immer auch aus dem Bewahren von Wissen, Traditionen und ökologischen Zusammenhängen entsteht. Die ausgestellten Werke – darunter Skulpturen, Fotografien, Videoarbeiten und Installationen – erzählen von Verlust und Regeneration. Sie reflektieren das Spannungsfeld zwischen Zerstörung und Neubeginn und zeigen, dass Fürsorge für Natur und Gesellschaft untrennbar miteinander verbunden sind. So wie ein Samenkorn Geschichten, Erinnerungen und Möglichkeiten in sich trägt, entfaltet sich in der Ausstellung ein vielschichtiges Netzwerk von Narrativen über globale Klimazusammenhänge. Kuratiert wird die Ausstellung von Sophie Haslinger. Zu sehen sind Arbeiten von internationalen Künstlerinnen und Künstlern wie Ackroyd & Harvey, Maria Thereza Alves, Kapwani Kiwanga, Jumana Manna und weiteren Positionen, die unterschiedliche kulturelle und geografische Perspektiven auf Natur und Gesellschaft einbringen.
10. April 2026 bis 14. Februar 2027
www.kunsthauswien.com

Jumana Manna, Family (Extended), 2023, Courtesy the artist and Hollybush Gardens, London © Jumana Manna. Photo: Erik Sæter Jøgensen

Jumana Manna, Family (Extended), 2023, Courtesy the artist and Hollybush Gardens, London © Jumana Manna. Photo: Erik Sæter Jøgensen