Die Herrenchiemsee Festspiele feiern 2026 ihr 25-jähriges Bestehen und laden vom 14. bis 26. Juli unter dem Motto „Der Welt entrückt“ zu einer Jubiläumsausgabe ein, die Musik, Geschichte und Landschaft zu einem Gesamterlebnis verbindet. Im Zentrum steht dabei erneut die besondere Verbindung von Spielorten und musikalischer Interpretation: die Inselwelt des Chiemsees, die Architektur Ludwigs II. und die außergewöhnlichen Aufführungsräume schaffen eine Atmosphäre zwischen historischer Verankerung und künstlerischer Entrückung.
Im Jubiläumsjahr werden die Herreninsel und die Fraueninsel erneut zu Bühnen eines Festivals, das Musik und Raum als Einheit versteht. Besonders der Spiegelsaal des Schloss Herrenchiemsee mit seiner einzigartigen Akustik und das mystisch geprägte Münster Frauenwörth prägen den Charakter der Festspiele. Hier entsteht eine Verbindung aus historischer Aura und musikalischer Konzentration, die das Festival seit seiner Gründung auszeichnet. Die Herrenchiemsee Festspiele haben sich insbesondere als bedeutende Plattform für Alte Musik etabliert. Auch 2026 versammelt das Festival international renommierte Ensembles und Dirigenten, darunter das Concentus Musicus Wien, Europa Galante, Il Pomo d’Oro sowie das Orchestra of the Eighteenth Century. Ergänzt wird dieses Spektrum durch das Concerto Köln, die Hofkapelle München und das Finnish Baroque Orchestra. Auch große Klangkörper der Gegenwart setzen Akzente, darunter das Kent Nagano mit Orchester und Chor der KlangVerwaltung sowie weitere Ensembles wie das Münchener Kammerorchester und das Kammerorchester Basel. Damit schlägt das Festival eine Brücke zwischen historischer Aufführungspraxis und moderner Interpretationskultur. Programmatisch bleibt das Festival dem europäischen Gedanken verpflichtet. Musik wird hier als verbindende Sprache verstanden, die kulturelle Vielfalt über Länder- und Epochengrenzen hinweg sichtbar macht. Von Mozart-Reisen durch Europa über romantische Klangwelten bis hin zu Gustav Mahler und Frédéric Chopin spannt sich der Bogen eines Programms, das bewusst auf Kontinuität und Dialog setzt.
Den festlichen Abschluss bildet traditionell Ludwig van Beethovens 9. Symphonie mit Schillers „Ode an die Freude“, deren musikalische Botschaft von Freiheit, Frieden und Solidarität das Leitmotiv des Festivals unterstreicht. In dieser Verbindung von Landschaft, Musik und Idee entsteht auch 2026 ein Festival, das seinem Namen gerecht wird: ein Ort der Entrückung – und der künstlerischen Verdichtung.
14. bis 26. Juli 2026
https://herrenchiemsee-festspiele.de


