Zwischen sinnlicher Leidenschaft und gesellschaftlicher Anerkennung bewegt sich Richard Wagners „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“. Die romantische Oper erzählt von einem Menschen, der zwischen gegensätzlichen Lebenswelten zerrissen ist und auf der Suche nach Freiheit, Liebe und Erlösung seinen eigenen Weg finden muss.

Im Mittelpunkt steht der Minnesänger Tannhäuser, der nach einem Leben voller Sinnesrausch im Venusberg in die Welt der Wartburg zurückkehrt. Dort hofft er, wieder Teil der Gemeinschaft zu werden und die Liebe Elisabeths zu gewinnen. Doch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los. Zwischen den Verlockungen der Venus und den moralischen Idealen der höfischen Gesellschaft gerät Tannhäuser in einen unauflösbaren Konflikt, der ihn schließlich auf eine existenzielle Reise führt.

Richard Wagner verbindet in diesem Werk mittelalterliche Sagen, christliche Legenden und antike Mythologie zu einem vielschichtigen Musikdrama über Sehnsucht, Schuld und Erlösung. Monumentale Chorszenen, große Solopartien und eine eindrucksvolle Orchesterpalette machen „Tannhäuser“ zu einem der prägenden Werke der romantischen Oper.

Am Staatstheater Nürnberg wird die Wiener Fassung von 1875 gespielt – jene Version, an der Wagner bis zuletzt arbeitete und in der er seine musikalischen und dramaturgischen Vorstellungen weiter verfeinerte. So entfaltet sich ein Opernabend von großer emotionaler und philosophischer Tiefe, der die zeitlosen Fragen nach individueller Freiheit, gesellschaftlicher Zugehörigkeit und menschlicher Selbstfindung eindrucksvoll in Musik übersetzt.
Premiere 10. Oktober
weitere Aufführungen: 18., 25. und 29. Oktober, 4., 8., 10., 14. und 21. November 2026.

www.staatstheater-nuernberg.de