Zwei Königinnen, zwei unvereinbare Machtansprüche und ein Konflikt, der unaufhaltsam auf die Katastrophe zusteuert: Gaetano Donizettis „Maria Stuarda“ zählt zu den bedeutendsten Werken des Belcanto und verbindet historische Ereignisse mit packender psychologischer Dramatik.

Im Mittelpunkt stehen Maria Stuart und Elisabeth I., deren politische Rivalität zu einem persönlichen Duell wird. Inspiriert von Friedrich Schillers Drama verdichtet Donizetti die Geschichte zu einer emotional aufgeladenen Begegnung zweier außergewöhnlicher Frauen. Zwischen Macht, Eifersucht, Demütigung und dem Wunsch nach Versöhnung entfaltet sich ein Konflikt, der weit über politische Interessen hinausreicht und die Frage stellt, welchen Preis Herrschaft verlangt.

Mit seinen weit gespannten Kantilenen, virtuosen Arien und leidenschaftlichen Ensembles erschafft Donizetti ein musikalisches Panorama voller Intensität und Gefühl. Die Oper gehört zu den Höhepunkten des italienischen Belcanto und fordert ihren beiden Hauptdarstellerinnen gleichermaßen außergewöhnliche stimmliche wie darstellerische Präsenz ab.

Nach ihrer gefeierten „La Traviata“ kehrt Regisseurin Luise Kautz mit diesem Meisterwerk an das Nationaltheater Mannheim zurück. Ihre Inszenierung richtet den Blick auf die Frauen hinter den Kronen und untersucht, wie Macht persönliche Beziehungen verändert und welche Opfer Herrscherinnen für ihre politische Rolle bringen müssen. Dabei stellt sie zeitlose Fragen nach Verantwortung, Weiblichkeit und Menschlichkeit.

So wird „Maria Stuarda“ zu einem bewegenden Opernabend, in dem große Gefühle und politische Intrigen untrennbar miteinander verbunden sind. Zwischen persönlichem Schicksal und historischer Tragödie entsteht ein eindrucksvolles Porträt zweier Frauen, deren Kampf bis heute nichts von seiner dramatischen Kraft verloren hat.
Premiere 12. Dezember 
weitere Aufführungen: 17. Dezember 2026, 15., 24. und 29. Januar, 3., 14. und 21. Februar, 3. März 2027

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