Mit „Good Vibes Only“ von Bára Gísladóttir präsentiert die Deutsche Oper Berlin im Januar 2027 eine Uraufführung, die sich mitten hinein in die digitale Gegenwart begibt. Das neue Musiktheaterwerk beschäftigt sich mit der kaum noch überschaubaren Flut an Informationen, Bildern und Eindrücken, der Menschen in sozialen Medien täglich ausgesetzt sind.
Posts, Videos, Nachrichten und Bilder entstehen im Sekundentakt und bilden einen scheinbar endlosen digitalen Strom. Unterhaltsame Inhalte treffen unmittelbar auf Gewaltdarstellungen, Kochrezepte auf politische Botschaften und harmlose Alltagsszenen auf verstörende Bilder. Aus diesem permanenten Wechsel entsteht ein digitaler Irrgarten, in dem Aufmerksamkeit zu einer der wertvollsten Ressourcen geworden ist.
Die isländische Komponistin Bára Gísladóttir greift diese Erfahrungswelt in ihrem neuen Werk auf und übersetzt sie in Musiktheater. Unterschiedliche Gesangsstile, Orchesterklänge und elektronische Elemente treffen aufeinander und formen ein musikalisches Panoptikum des digitalen Zeitalters. „Good Vibes Only“ entstand als Auftragswerk der Deutschen Oper Berlin, das Libretto stammt von Joris Lacoste.
Für die Uraufführung übernimmt Titus Engel die musikalische Leitung. Der auf zeitgenössisches Musiktheater und komplexe Uraufführungen spezialisierte Dirigent steht damit erstmals für eine Opernproduktion am Pult der Deutschen Oper Berlin. Joris Lacoste führt zugleich Regie, Bühne und Licht gestaltet Florian Leduc, die Kostüme stammen von Carles Urraca.
Auch die Besetzung spiegelt den besonderen Charakter des Projekts wider: Julieth Lozano, Charlotte Mundy, Ty Bouque, Andrew Watts, Noa Frenkel, Isaiah Robinson, Pascal Zurek und Tobias Kehrer bilden gemeinsam mit Chor, Orchester und weiteren Musikern das Ensemble der Uraufführung.
Mit „Good Vibes Only“ widmet sich die Deutsche Oper Berlin damit einem Phänomen, das längst zum festen Bestandteil unseres Alltags geworden ist – und macht aus dem scheinbar endlosen digitalen Strom ein Musiktheater über Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und das Leben in einer von Informationen überfluteten Welt.
Uraufführung 22. Januar 2027
weitere Aufführungen: 27. und 31. Januar sowie 6. und 12. Februar 2027









